Warnstreiks, ÖPNV

Verdi ruft zu ÖPNV-Warnstreiks in mehreren BundeslĂ€ndern auf

16.03.2026 - 10:01:41 | dpa.de

Der nÀchste Warnstreik im Nahverkehr: In mindestens sechs BundeslÀndern sollen am Donnerstag die Fahrzeuge in den Depots bleiben. Damit erhöht die Gewerkschaft in den Verhandlungen erneut den Druck.

Erneut bleiben Busse und Bahnen wegen eines Warnstreiks in vielen BundeslÀndern in den Depots. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpa
Erneut bleiben Busse und Bahnen wegen eines Warnstreiks in vielen BundeslÀndern in den Depots. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat erneut in mehreren BundeslĂ€ndern zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg sollen am Donnerstag Busse und Bahnen ganztĂ€gig in den Depots bleiben, wie die Gewerkschaft mitteilte. 

In Hessen entscheide sich im Laufe des Montags nach den aktuellen Verhandlungen, ob die Gewerkschaft dort ebenfalls zum Arbeitskampf aufruft, hieß es. In Bremen soll die Entscheidung am Mittwoch fallen. 

Auch im Saarland und in Brandenburg ist noch offen, ob sich die LĂ€nder an dem erneuten Arbeitskampf beteiligen. Beide LĂ€nder waren in der ursprĂŒnglichen Verdi-Mitteilung als Teilnehmer aufgefĂŒhrt. Die Landesbezirke korrigierten die Angaben inzwischen.

In NRW kommt es bereits am Dienstag zusĂ€tzlich zu Donnerstag in den meisten Regionen zu Warnstreiks im ÖPNV. Dazu hatte die Gewerkschaft bereits in der vergangenen Woche angerufen. Am heutigen Montag sollen in dem Bundesland zudem BeschĂ€ftigte in den Verwaltungen und Kundenzentren die Arbeit niederlegen. Auch in Sachsen wird der Nahverkehr bereits am Montag bestreikt.

Dritter großflĂ€chiger Warnstreik 

Es ist der dritte großflĂ€chig koordinierte Arbeitskampf in den laufenden Tarifverhandlungen im ÖPNV, die Verdi parallel in allen BundeslĂ€ndern fĂŒhrte. In Baden-WĂŒrttemberg sowie in Schleswig-Holstein gibt es bereits Einigungen. 

«In vielen LĂ€ndern stehen wir – im vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang», teilte die Vize-Vorsitzende von Verdi, Christine Behle, mit. «Die Zeiten seien schwierig, heißt es von den Arbeitgebern. Allerdings können wir uns Zögerlichkeit am Verhandlungstisch nicht leisten, es mĂŒssen dringend Lösungen her.» 

Dieses Mal treffen die Warnstreiks weniger BundeslĂ€nder als bei den vorigen AusstĂ€nden, bei denen teils ĂŒber mehrere Tage hinweg der kommunale Nahverkehr nahezu bundesweit zum Erliegen kam. Wie zuletzt dĂŒrfte es regional Unterschiede bei Streikdauer und -beginn geben. 

Verhandlungen ĂŒber bessere Arbeitsbedingungen 

In den Tarifverhandlungen mit den kommunalen ArbeitgeberverbĂ€nden und Verkehrsunternehmen geht es in den meisten BundeslĂ€ndern um bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen der sogenannten ManteltarifvertrĂ€ge. Diese regeln etwa Arbeitszeit, PausenlĂ€nge und freie Zeit zwischen den Schichten. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, ThĂŒringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusĂ€tzlich ĂŒber höhere Löhne und GehĂ€lter verhandelt. 

Verschont von ArbeitskÀmpfen blieb bisher vor allem Niedersachsen. Dort gilt bis Ende MÀrz eine Friedenspflicht wÀhrend der nicht gestreikt werden darf.

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