SPD-GeneralsekretÀr kontert Merz-Kritik am Wirtschaftspapier
14.10.2024 - 09:28:18"Herr Merz hat ja von einem Respekt gegenĂŒber Besserverdienenden gesprochen. Er hat gesagt, dass diese ein Prozent die LeistungstrĂ€ger seien. Was ist das fĂŒr ein Gesellschaftsbild?", sagte Miersch im ZDF-"Morgenmagazin". Es seien natĂŒrlich alle LeistungstrĂ€ger. "Vor allem die 95 Prozent, die jeden Tag zur Arbeit gehen."
Das SPD-Papier sieht vor, 95 Prozent der Steuerzahler zu entlasten und das eine Prozent an der Spitze der Einkommensskala etwas stÀrker zu besteuern.
Merz hatte gesagt, das eine Prozent der EinkommenstÀrksten seien nicht die Besserverdienenden. Die zu belasten, bedeute eine Belastung des Mittelstands, erklÀrte der CDU-Vorsitzende in der ARD-Sendung von Caren Miosga.
Laut SPD-Chefin Saskia Esken geht es um Bezieher von Einkommen ab 15 000 Euro im Monat, die "etwas stĂ€rker" belastet werden sollen. Der SPD-Vorstand hatte das Wirtschaftspapier am Sonntag beschlossen; an diesem Montag schlieĂt er seine Klausurtagung zur Vorbereitung der Bundestagswahl ab.
Kritik an Sicherheitspaket
Miersch wandte sich auch gegen Kritik an den Abstrichen am geplanten Gesetzespaket der Koalition fĂŒr mehr innere Sicherheit. Sowohl Politiker der oppositionellen Union als auch der Richterbund halten die Wirksamkeit des Sicherheitspakets durch die nachtrĂ€glichen Ănderungen der Ampel-Fraktionen fĂŒr stark eingeschrĂ€nkt.
Diese Ănderungen gehen Miersch zufolge nicht nur auf die vorherige SachverstĂ€ndigen-Anhörung im Bundestag zurĂŒck, sondern auch auf die SPD-interne Kritik an einem zu restriktiven Migrationskurs der Koalition. Auf die Frage nach den Kritikern in den eigenen Reihen sagte er: "Eine Volkspartei muss diskutieren können, und es gibt unterschiedliche Meinungen. Und diese Diskussion hat jetzt auch dazu gefĂŒhrt, dass wir nochmal die VorschlĂ€ge tatsĂ€chlich verĂ€ndert haben." Das, was von Bundesinnenministerin Nancy Faser (SPD) und den Ampel-Fraktionen vorgelegt worden sei, halte er fĂŒr zustimmungsfĂ€hig.

