Neuer Ausschussvorsitzender Faber begrĂŒĂt Wehrdienst-Plan
12.06.2024 - 20:46:23 | dpa.de"Was der Minister vorgestellt hat, ist aus meiner Sicht grundsĂ€tzlich in Ordnung - etwas, worĂŒber man diskutieren kann", sagt Faber am Mittwoch dem Fernsehsender Phoenix.
Es stelle einen groĂen Mehrwert dar, dass kĂŒnftig Hunderttausende junge Menschen mit der Bundeswehr in Kontakt kĂ€men, bewertete Faber das Vorhaben des Ministers, alle 18-jĂ€hrigen MĂ€nner und Frauen mit einem Online-Fragebogen anzuschreiben und die Motiviertesten auszuwĂ€hlen. "Die Frage ist, findet man unter den 400 000 eines Jahrgangs genug Freiwillige. Ich denke ja. Da kann man optimistisch sein", sagte Faber. Der Liberale hat die bisherige Vorsitzende und neue EU-Parlamentarierin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) als Ausschussvorsitzender abgelöst.
Allerdings machte Faber auch eine Grenze deutlich. "Bis dahin ist Konsens. Und alles, was danach folgt, ist dann das, was nicht so konsensual ist". Zu Verpflichtungen, die Pistorius in Aussicht gestellt habe, sollten sich nicht genĂŒgend junge Menschen begeistern lassen, sagte er, das sei mit der FDP schwierig umzusetzen.
Pistorius hatte sein Konzept am Mittwoch vorgestellt. Es soll Grundlage sein fĂŒr eine schnelle VerstĂ€rkung der Bundeswehr im Verteidigungsfall. Aus dem Pool von 400 000 Kandidaten eines Jahrgangs sollen damit von 2025 an jĂ€hrlich zunĂ€chst 5000 zusĂ€tzliche Wehrpflichtige, spĂ€ter auch mehr gewonnen werden. Das neue Modell soll aus Grundwehrdienst von sechs Monaten mit einer Option fĂŒr zusĂ€tzlichen freiwilligen Wehrdienst bis zu zusĂ€tzlichen 17 Monaten bestehen. Dazu wird eine verpflichtende Erfassung eingefĂŒhrt, in der junge MĂ€nner ihre Bereitschaft und FĂ€higkeit zu einem Wehrdienst benennen mĂŒssen - und junge Frauen dies tun können.
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