EU, Finanzindustrie

Ex-Wirtschaftsweiser Bofinger kritisiert PlĂ€ne fĂŒr digitalen Euro

12.11.2025 - 20:00:03 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Ökonom und frĂŒhere Wirtschaftsweise Peter Bofinger kritisiert die PlĂ€ne der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) fĂŒr die EinfĂŒhrung eines digitalen Euros.

EZB (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
EZB (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Das ist ein Eingreifen der EZB in ein privates GeschĂ€ftsmodell, fĂŒr das es keine ordnungspolitische Rechtfertigung gibt", sagte Bofinger im Rahmen einer Diskussion mit JĂŒrgen Schaaf, dem Berater der Leitung des Bereichs Marktinfrastruktur und Zahlungsverkehr bei der EZB, in der aktuellen Folge des "Handelsblatt"-Podcasts "Today". Statt eines digitalen Zentralbankgelds forderte Bofinger die Förderung privatwirtschaftlicher europĂ€ischer Lösungen wie den Bezahldienst Wero, der aktuell von Banken aus fĂŒnf EU-Staaten betrieben wird und als Paypal-Alternative im E-Commerce startet. "Dass die Leute nicht mehr mit Bargeld bezahlen wollen, dass die HĂ€ndler es nicht haben wollen, dass die Banken es nicht haben wollen - das geht nicht auf die Zentralbanken zurĂŒck, sondern es passiert", entgegnete Schaaf. Ziel sei es, die Elemente des Zentralbankgeldes, die es bislang nur analog gab, fĂŒr den BĂŒrger zukĂŒnftig auch in elektronischer Form zur VerfĂŒgung zu stellen.

Außerdem stĂ€rke der digitale Euro die digitale SouverĂ€nitĂ€t Europas und reduziere die AbhĂ€ngigkeit von US-Zahlungsdienstleistern wie Visa, Mastercard und Paypal.

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