Russisches, Gericht

Russisches Gericht blockiert Verkauf von Raiffeisen-Tochter

06.09.2024 - 11:51:30 | dpa.de

Der österreichische Bankkonzern RBI verdient nach wie vor viel Geld in Russland. An einem Ausstieg wird bereits seit lÀngerem gearbeitet. Doch es liegen mehrere Hindernisse im Weg.

Die RBI will sich aus Russland zurĂŒckziehen - doch das ist nicht so leicht. - Foto: Albert Otti/dpa
Die RBI will sich aus Russland zurĂŒckziehen - doch das ist nicht so leicht. - Foto: Albert Otti/dpa

Der geplante RĂŒckzug der Raiffeisen Bank International (RBI) aus Russland wird durch ein Gerichtsurteil blockiert. Wie die österreichische Bank mitteilte, hat ein russisches Gericht eine einstweilige VerfĂŒgung erlassen, die es der RBI verbietet, ihre Tochterbank in Russland zu verkaufen.Der Entscheid werde die AusstiegsplĂ€ne verzögern, erklĂ€rte das Unternehmen, das zuletzt noch eine wichtige Rolle im russischen Bankensektor gespielt hatte. Die RBI werde jedoch «mit allen rechtlichen Mitteln versuchen, die heutige Gerichtsentscheidung rĂŒckgĂ€ngig zu machen», hieß es in der Mitteilung.Einem RĂŒckzug aus Russland liegen aber noch andere Hindernisse im Weg. Es mĂŒsste ein KĂ€ufer gefunden werden, der nicht mit Sanktionen belegt ist. Außerdem wĂ€re eine Genehmigung des russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin nötig.

Russland-GeschÀft bereits stark eingeschrÀnkt

Die RBI hat ihr GeschĂ€ft in Russland bereits stark eingeschrĂ€nkt. Anfang 2023 waren noch etwa 30 Prozent aller Euro- und Dollar-Transfers aus Russland im internationalen Zahlungssystem SWIFTÂ ĂŒber die RBI gelaufen. Nun werden FremdwĂ€hrungs-Transaktionen nur noch fĂŒr einige internationale Kunden durchgefĂŒhrt, sagte ein RBI-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Wegen der hohen Zinsen in Russland erwirtschaftet die RBI dort aber immer noch viel Geld. Im ersten Halbjahr waren es 705 Millionen Euro nach Steuern - etwa die HĂ€lfte des Konzerngewinns.

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