Ost-Ausschuss, Kooperation

Ost-Ausschuss fordert stÀrkere Kooperation mit Polen

11.02.2025 - 13:19:34 | dpa.de

Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft fordert von der Regierung einen stĂ€rkeren Einsatz fĂŒr die wirtschaftliche Kooperation mit Polen.

"Die Zusammenarbeit zwischen Berlin und dem mit Abstand wichtigsten östlichen Handelspartner Polen muss eine neue QualitĂ€t erreichen", sagte die Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Cathrina Claas-MĂŒhlhĂ€user, in Berlin.

"Ich finde, dass man Polen wahrnehmen muss als ein wirtschaftlich starkes Land." Es sei eines der EU-LĂ€nder mit einer stark wachsenden Wirtschaft. Ziel sei, gemeinsam die europĂ€ische WettbewerbsfĂ€higkeit zu stĂ€rken und den kĂŒnftigen Wiederaufbau der Ukraine zu koordinieren. Der Ost-Ausschuss rege an, dass die nĂ€chste Bundesregierung die jĂ€hrlichen deutsch-polnischen Regierungskonsultationen um WirtschaftsgesprĂ€che erweitern sollte.

Mit einem Handelsvolumen von knapp 172 Milliarden Euro war Polen 2024 erneut der fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte Wirtschaftspartner der Bundesrepublik. Als Absatzmarkt fĂŒr deutsche Waren hat Polen China vom vierten Platz verdrĂ€ngt, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Wirtschaftsaustausch mit Ukraine wÀchst

Die von Russland angegriffene Ukraine werde trotz des Kriegs als Handelspartner wichtiger, sagte Claas-MĂŒhlhĂ€user. Deutsche Firmen seien zu Investitionen bereit. Eine neue Regierung sollte die europĂ€ische Integration der Ukraine unterstĂŒtzen. Finanzhilfen fĂŒr den Wiederaufbau sollten stĂ€rker an die Beteiligung deutscher und europĂ€ischer Unternehmen geknĂŒpft werden.

Die Ukraine stieg 2024 mit einem Handelsvolumen von 11,7 Milliarden Euro auf Rang 39 der wichtigsten deutschen Wirtschaftspartner auf (2023: Rang 43). Russland (2023: Rang 38) sackte mit 9,3 Milliarden Euro weiter auf Rang 45 ab.

Der Ost-Ausschuss plĂ€diert nach Worten Claas-MĂŒhlhausers dafĂŒr, den EU-Beitritt der Staaten des westlichen Balkans zu beschleunigen. Manches Land wie Montenegro warte seit mehr als 20 Jahren darauf. Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft vertritt die Interessen der Firmen, die in den 29 frĂŒher sozialistischen LĂ€ndern Mittel-, Ost- und SĂŒdeuropas, im SĂŒdkaukasus und in Zentralasien engagiert sind.

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