Taiwans chinafreundliche Partei will Peking mit RĂŒstung abschrecken
11.01.2024 - 06:32:30Die VerteidigungsrĂŒstung mĂŒsse weiter verbessert werden, um China am Lostreten eines Krieges zu hindern, sagte Hou Yu-ih am Donnerstag in Taipeh. "Wenn China einen Krieg beginnt, werde es den Preis dafĂŒr nicht bezahlen können", sagte der 66-JĂ€hrige.
Die wachsenden militĂ€rischen Spannungen in der Meerenge zwischen Taiwan und China seien fĂŒr die Insel mit mehr als 23 Millionen Einwohnern eine der gröĂten Herausforderungen. Die kommunistische Partei in Peking zĂ€hlt Taiwan zum Gebiet der Volksrepublik China und drohte immer wieder mit militĂ€rischen Mitteln, sollte eine friedliche Wiedervereinigung nicht zustande kommen. Fast tĂ€glich lĂ€sst China Kampfjets in Taiwans Luftverteidigungszone fliegen.
Hou setzt nach eigenen Worten auf Abschreckung, Dialog und Deeskalation. Bei einem Wahlsieg will der frĂŒhere Polizist den Austausch mit China zunĂ€chst ĂŒber Tourismus, Bildung und Kultur langsam wieder aufleben lassen. "Allerdings wird es keinen sofortigen Sprung zu GesprĂ€chen auf offizieller Ebene geben", sagte er. Parallel will Hou weiter RĂŒstungsgĂŒter zur Verteidigung vom VerbĂŒndeten USA kaufen. Peking forderte bereits mehrfach, Washington mĂŒsse die Bewaffnung Taiwans stoppen.
Rund 19,5 Millionen taiwanische StaatsbĂŒrger im In- und Ausland sind am Samstag aufgerufen, einen neuen PrĂ€sidenten und ein neues Parlament zu wĂ€hlen. Der noch regierenden Demokratischen Fortschrittspartei (DPP), die fĂŒr eine UnabhĂ€ngigkeit Taiwans steht, warf Hou vor, die Spannungen mit China durch ihre Politik verstĂ€rkt zu haben. Als die DPP mit Noch-PrĂ€sidentin Tsai Ing-wen 2016 die Wahlen gewann, brach Peking den Kontakt zur taiwanischen Regierung ab.

