ROUNDUP, Schweigegeld-Prozess

Schweigegeld-Prozess gegen Trump soll wie geplant im MĂ€rz starten

15.02.2024 - 18:36:51

Der Prozess gegen den ehemaligen US-PrÀsidenten Donald Trump in Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an einen Pornostar soll wie geplant im kommenden Monat beginnen.

Ab dem 25. MĂ€rz werde eine Geschworenenjury ausgewĂ€hlt, bestĂ€tigte Richter Juan Merchan ĂŒbereinstimmenden US-Medienberichten zufolge am Donnerstag bei einer Anhörung an einem Gericht in New York. Der Termin war bereits im vergangenen Jahr angesetzt worden.

Es wĂ€re der erste Strafprozess gegen einen frĂŒheren PrĂ€sidenten in der Geschichte der USA. Drei weitere Strafprozesse sind in Vorbereitung, zudem laufen Zivilprozesse.

Trump, der bei der Anhörung am Donnerstag im Gerichtssaal anwesend war, hatte den Starttermin schon zuvor als "sehr unfair" und als einen unzulÀssigen Eingriff in die Wahlen bezeichnet. Richter Merchan lehnte jedoch einen Antrag von Trumps AnwÀlten ab, das Verfahren einzustellen. Der Prozess werde seiner EinschÀtzung nach etwa sechs Wochen dauern, sagte Merchan.

Die US-PrĂ€sidentschaftswahl, bei der Trump wieder als Kandidat der Republikaner antreten möchte, findet im November statt. "Ich werde tagsĂŒber hier sein und nachts Wahlkampf machen", kĂŒndigte Trump nach der Anhörung an und kritisierte das Verfahren erneut als koordinierten Angriff auf seine Person.

Der 77-JÀhrige ist in dem Verfahren in 34 Punkten angeklagt: Die Staatsanwaltschaft legt ihm FÀlschung von GeschÀftsunterlagen zur Last. Er habe damit schÀdliche Informationen und rechtswidrige AktivitÀten vor und nach der PrÀsidentenwahl 2016 verbergen wollen, um seine Chancen bei der Abstimmung zu verbessern.

Der Hintergrund des Falls ist vor allem, dass Trump kurz vor seiner Wahl zum PrĂ€sidenten 130 000 Dollar Schweigegeld an die Pornodarstellerin Stormy Daniels hatte zahlen lassen. Sie hatte behauptet, sie habe Sex mit ihm gehabt. Trump bestreitet eine AffĂ€re, nicht aber, dass Geld geflossen ist. Schweigevereinbarungen zwischen zwei Parteien sind an sich nicht illegal. Trump wird aber vorgeworfen, er habe die Zahlungen unrechtmĂ€ĂŸig verbucht, auf illegale Weise zu verschleiern versucht und damit andere GesetzesverstĂ¶ĂŸe vertuschen wollen. Der Ex-PrĂ€sident hat auf "nicht schuldig" plĂ€diert.

@ dpa.de