Winterkorn soll ab Februar wieder vor Gericht
18.12.2024 - 15:32:17 | dpa.de
Der ausgesetzte Strafprozess gegen den frĂŒheren VW-Konzernchef Martin Winterkorn zur DieselaffĂ€re soll ab Februar 2025 fortgesetzt werden. Die sachverstĂ€ndig beratene Kammer gehe ab diesem Zeitpunkt von einer Reise- und VerhandlungsfĂ€higkeit des 77-JĂ€hrigen aus, teilte das Landgericht Braunschweig mit. FĂŒr das Verfahren sind dann erneut 89 Termine bis Februar 2026 vorgesehen.Â
Fast genau neun Jahre dem Auffliegen der Abgasmanipulationen beim Wolfsburger Autobauer hatte der Prozess gegen Winterkorn im September 2024 begonnen. Nach wenigen Verhandlungstagen war das Verfahren wegen einer Verletzung des Anklagten verschoben worden. Nach damaligen Gerichtsangaben hatte sich Winterkorn so schwer verletzt, dass er in ein Krankenhaus musste.
Zu lange Unterbrechung - Prozess muss neu beginnenÂ
Sollte Winterkorn tatsĂ€chlich wieder nach Braunschweig reisen können, muss der Prozess aber komplett neu beginnen. Die Verlesung der Anklage etwa mĂŒsste wiederholt werden und Winterkorn kann neu entscheiden, oder er seine Einlassung wiederholen möchte. Nach einem medizinischen Gutachten war seit Oktober klar, dass der Prozess nicht innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Unterbrechungsfrist fortgesetzt werden konnte.Â
Dem 77-JĂ€hrigen werden in dem Verfahren vor der Wirtschaftsstrafkammer gewerbsmĂ€Ăiger Betrug, Marktmanipulation und uneidliche Falschaussage vorgeworfen. Er hatte aber sĂ€mtliche VorwĂŒrfe der Anklage zurĂŒckgewiesen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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