US-Zeitung, New

US-Zeitung 'New York Times' gibt Wahlempfehlung fĂŒr Harris

01.10.2024 - 06:34:54 | dpa.de

Der Redaktionsausschuss der renommierten US-Zeitung "New York Times" hat gut einen Monat vor der PrĂ€sidentschaftswahl in den USA eine Wahlempfehlung fĂŒr die demokratische Kandidatin Kamala Harris gegeben.

"Kamala Harris ist die einzige Wahl", schreibt das sogenannte Editorial Board der Zeitung in einem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Meinungsartikel. Der republikanische Kandidat Donald Trump sei dagegen ungeeignet.

In Umfragen liefern sich die beiden Kontrahenten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Wahl findet am 5. November statt. In den USA ist es ĂŒblich, dass Zeitungen Wahlempfehlungen geben. Die "New York Times" betont, das Editorial Board sei ein Ausschuss von Meinungsjournalisten und unabhĂ€ngig von der Nachrichtenredaktion.

Die Zeitung schrieb, es sei schwer vorstellbar, dass es einen unwĂŒrdigeren Kandidaten fĂŒr das Amt des US-PrĂ€sidenten gebe als den mittlerweile wegen Straftaten verurteilten Trump. "Er hat sich als moralisch ungeeignet fĂŒr ein Amt erwiesen." Trump habe bewiesen, dass er vom Temperament her ungeeignet sei fĂŒr ein Amt, das Eigenschaften wie Weisheit, Ehrlichkeit, EinfĂŒhlungsvermögen, Mut, ZurĂŒckhaltung, Bescheidenheit und Disziplin erfordere - Eigenschaften, die ihm am meisten fehlen. "Wenn die amerikanischen WĂ€hler ihm nicht die Stirn bieten, wird Herr Trump die Macht haben, unserer Demokratie tiefgreifenden und dauerhaften Schaden zuzufĂŒgen."

"Aus diesem Grund ist Kamala Harris, ungeachtet aller politischen Meinungsverschiedenheiten, die die WĂ€hler mit ihr haben könnten, die einzige patriotische Wahl fĂŒr das PrĂ€sidentenamt", hieß es weiter. Auch wenn sie vielleicht nicht die perfekte Kandidatin fĂŒr jeden WĂ€hler sei, vor allem nicht fĂŒr diejenigen, die frustriert und verĂ€rgert seien ĂŒber die VersĂ€umnisse der Regierung - bei Themen wie Einwanderung, Wohnkosten bis hin zur Waffengewalt. "Wir fordern die Amerikaner jedoch auf, die Bilanz von Frau Harris mit der ihres Gegners zu vergleichen. Frau Harris ist mehr als eine notwendige Alternative."

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