ZugunglĂŒcke, Toten

ZugunglĂŒcke mit Toten: Putin wirft der Ukraine Terror vor

04.06.2025 - 18:59:22

Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin hat der Ukraine wegen zweier ZugunglĂŒcke mit Toten in Russland Terrorismus vorgeworfen.

"Der Schlag richtete sich absichtlich gegen die Zivilbevölkerung", sagte der Kremlchef bei einer Beratung mit der Regierung in Moskau, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Putin meinte, die Ukraine habe damit die GesprĂ€che ĂŒber ein Ende des Krieges hintertreiben wollen.

In den grenznahen russischen Gebieten Kursk und Brjansk waren am vergangenen Wochenende zwei ZĂŒge verunglĂŒckt, weil BrĂŒcken gesprengt worden waren. Im Fall eines verunglĂŒckten Personenzuges bei Brjansk wurden sieben Menschen getötet und Dutzende verletzt.

Wurde nicht ĂŒber die Zerstörung russischer Flugzeuge gesprochen?

Putin und seine FĂŒhrung beschĂ€ftigten sich in der Sitzung im Detail mit diesen UnfĂ€llen. Die russischen Medien berichteten aber nicht, ob auch ĂŒber die mutmaßlich folgenschwerere ukrainische Attacke gesprochen worden sei: die Zerstörung russischer strategischer Bomber durch kleine Drohnen.

Forderungen nach einer Feuerpause mit der Ukraine, seien es 30 oder 60 Tage, erteilte Putin erneut eine Absage. "Warum soll man sie noch ermutigen, indem man ihnen eine Pause beim KĂ€mpfen gibt?", fragte er. Zugleich schloss er sich Worten von Außenminister Sergej Lawrow an, Russland sollte, um seine Kriegsziele zu erreichen, auch weiter GesprĂ€che fĂŒhren.

Neuer Vorschlag von Selenskyj: Waffenruhe vor Treffen mit Putin

In Kiew bot der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj derweil eine sofortige Waffenruhe an, die mindestens bis zu einem Treffen mit Putin dauern sollte. Wenn es bei so einer Begegnung keinen Wunsch nach Deeskalation gebe, "wird die Waffenruhe noch am selben Tag enden", sagte er vor Journalisten.

Selenskyj kritisierte das Memorandum, in dem die russische Seite bei GesprĂ€chen in Istanbul am Montag ihre Forderungen fĂŒr ein Ende des Krieges aufgelistet hatte. Er sprach von einem Ultimatum der Russen. Die Bedingungen könnten eindeutig nicht erfĂŒllt werden - vor allem nicht die Forderung nach Anerkennung der territorialen Eroberungen Russlands durch die Ukraine und die internationale Gemeinschaft, sagte er.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als drei Jahren gegen eine russische Invasion.

@ dpa.de