Wissing: Infrastruktur und Verteidigung gehören zusammen
13.03.2025 - 06:14:48 | dpa.de"Wer Infrastrukturinvestitionen von Verteidigung trennt, hat nicht das gesamte System im Blick", sagte der parteilose und nach dem Ampel-Aus in Berlin aus der FDP ausgetretene Wissing der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.
Er ĂŒbte damit indirekt auch Kritik an einem von der FDP vorgebrachten Gegenvorschlag. Der Fraktionsvorsitzende Christian DĂŒrr hatte sich fĂŒr die Einrichtung eines mit 300 Milliarden ausgestatteten Verteidigungsfonds ausgesprochen. Das Geld solle zusĂ€tzlich zu Verteidigungsausgaben in Höhe des Zwei-Prozent-Ziels der Nato im regulĂ€ren Verteidigungsetat bereitgestellt werden. Zum Finanzpaket von Union und SPD gehört auch der Vorschlag eines Sondervermögens fĂŒr die Infrastruktur, auch daran ĂŒbte DĂŒrr wie andere Liberale Kritik.
"Da kann einem schon schwindlig werden"
"Infrastrukturinvestitionen sind wichtig fĂŒr unsere Sicherheit", sagte Wissing der dpa. "Wir reden ĂŒber Infrastruktur, bei der StraĂe und auch bei der Schiene, die wir zur Verteidigung unseres Landes brauchen." Wenn die Nato Truppen bewege, benötige sie hĂ€ufig deutsche StraĂen und Schienen. "Wir sind das Land im Herzen Europas, das am meisten Transitverkehr hat, dafĂŒr brauchen wir funktionierende Infrastrukturen." Wie wichtig etwa Schienenwege seien, habe sich beim Ausbruch des Krieges in der Ukraine gezeigt. Deutschland habe schnell auch mit SchienenkapazitĂ€ten geholfen, FlĂŒchtlinge von der polnisch-ukrainischen Grenze ins Landesinnere zu bringen, sagte Wissing weiter.
Trotz der grundsĂ€tzlichen Zustimmung zu mehr Investitionen monierte Wissing das Vorgehen der Union. Erst werde gesagt, die Schuldenbremse solle zu 100 Prozent eingehalten werden, nach der Bundestagswahl komme die Union mit einem groĂen Paket. "Da kann einem schon schwindlig werden, wenngleich ich das in der Sache fĂŒr richtig halte."
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