China, Trump

China warnt Trump vor Handelskrieg

06.03.2025 - 11:17:54

Der Schlagabtausch im Handel zwischen den USA und China ist in dieser Woche in die nÀchste Runde gegangen. Peking will StÀrke demonstrieren. Hat nach eigenen Angaben aber auch ein Angebot gemacht.

  • Vertreter mehrerer Ministerien Chinas Ă€ußern sich vor Journalisten zum Thema Wirtschaft.  - Foto: Johannes Neudecker/dpa

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  • Chinas Handelsminister Wang wirbt fĂŒr Austausch mit den USA zu den erhobenen Zöllen.  - Foto: Johannes Neudecker/dpa

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Vertreter mehrerer Ministerien Chinas Ă€ußern sich vor Journalisten zum Thema Wirtschaft.  - Foto: Johannes Neudecker/dpaChinas Handelsminister Wang wirbt fĂŒr Austausch mit den USA zu den erhobenen Zöllen.  - Foto: Johannes Neudecker/dpa

China ist nach den Worten seines Handelsministers bereit fĂŒr den Handelsstreit mit den USA. «Zwang und Erpressung werden in China nicht funktionieren und China auch nicht einschĂŒchtern», sagte Wang Wentao bei einer Pressekonferenz am Rande des in Peking tagenden chinesischen Volkskongresses. Die Volksrepublik sei entschlossen, ihre Interessen zu verteidigen. Wenn die USA den falschen Weg immer weiter beschreiten wollten, werde China dies bis zum Ende mitgehen, sagte Wang. 

Seit dieser Woche bahnt sich ein Handelskrieg zwischen den beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Welt an. Washington unter US-PrĂ€sident Donald Trump verdoppelte die Zölle auf chinesische Waren. Sie liegen nun bei 20 Prozent. Peking reagierte mit der AnkĂŒndigung von Gegenzöllen auf US-Agrarprodukte und weiteren Maßnahmen gegen bestimmte Firmen aus den Vereinigten Staaten. 

China sieht Gefahr fĂŒr StabilitĂ€t

«Ein zunehmend komplexes und schwieriges Ă€ußeres Umfeld könnte China in Bereichen wie Handel, Wissenschaft und Technologie stĂ€rker beeinflussen», hieß es im Arbeitsbericht der chinesischen Regierung, den MinisterprĂ€sident Li Qiang am Mittwoch zur Eröffnung des Volkskongresses vorstellte. Die BeschrĂ€nkungen durch Zölle nehmen weiter zu und untergraben die StabilitĂ€t von Liefer- und Industrieketten, wie er feststellte. 

FĂŒr Chinas exportorientierte Wirtschaft könnten die zunehmenden HandelszwĂ€nge bedeuten, dass die Ausfuhren weniger zum Wachstum beitragen. Auch andere wichtige Handelspartner Pekings wie die EuropĂ€ische Union hatten im vergangenen Jahr begonnen, sich und ihre heimischen Industrien in gewissen Branchen gegen die Flut an billigen chinesischen Produkten mit Zöllen zu schĂŒtzen. Ein Beispiel sind Elektroautos. 

Wang: Beide Seiten sollten sich treffen

«Die Liste von Zöllen scheint immer lĂ€nger und lĂ€nger zu werden», sagte Wang. Die Maßnahmen Washingtons wĂŒrden auch den Menschen in den USA und den dortigen Firmen schaden und seien ein typischer Fall, bei dem man anderen schade, ohne selbst davon zu profitieren, sagte er. Noch im Februar habe er nach eigener Aussage unter anderem dem neuen US-Handelsminister Howard Lutnick mitgeteilt, China hoffe, die Anliegen bei Treffen zu einem geeigneten Zeitpunkt besprechen zu können, und habe fĂŒr Austausch der Teams beider Seiten geworben.

@ dpa.de