POLITIK: Schoigu: Keine Verhandlungen ohne ukrainischen Truppenabzug
10.09.2024 - 15:38:44"Solange wir sie nicht aus unserem Territorium geworfen haben, werden wir natĂŒrlich keine GesprĂ€che ĂŒber Verhandlungen mit ihnen fĂŒhren", sagte der frĂŒhere Verteidigungsminister dem russischen Staatsfernsehen.
Seit Anfang August lĂ€uft in der russischen Region Kursk eine Offensive der Ukraine. Dabei sind erstmals seit Kriegsbeginn ukrainische Bodentruppen auf russisches Gebiet vorgerĂŒckt. Die Operation ist Teil des Verteidigungskampfes der Ukraine, die sich seit mehr als zweieinhalb Jahren gegen die russische Invasion wehrt.
Den Angriff auf die Region Kursk hĂ€lt Schoigu fĂŒr einen Versuch, Russland zu Verhandlungen zu Bedingungen der Ukraine sowie zum Abzug russischer KrĂ€fte aus dem Donbass zu zwingen. Russland habe jedoch bei seiner Offensive im Osten der Ukraine allein seit August rund 1000 Quadratkilometer GelĂ€nde erobert. ĂberprĂŒfbar von unabhĂ€ngiger Seite sind die Angaben nicht. Allerdings hatten auch ukrainische und westliche MilitĂ€rbeobachter den Russen GelĂ€ndegewinne bescheinigt.
Kreml will laut US-Institut wohl VermittlungsbemĂŒhungen beeinflussen
Dem US-Institut fĂŒr Kriegsstudien (ISW) zufolge versucht der Kreml wahrscheinlich, die internationalen FriedensvermittlungsbemĂŒhungen im Krieg in der Ukraine zu beeinflussen und gleichzeitig zu demonstrieren, dass Russland nicht bereit ist, sich auf ernsthafte Verhandlungen mit der Ukraine einzulassen. Das Institut verweist jedoch darauf, dass der russische AuĂenminister Sergej Lawrow sich am Rande eines Treffens des Golfkooperationsrates am Montag trotz allem mit seinen Kollegen aus Brasilien und Indien ĂŒber den Krieg in der Ukraine ausgetauscht habe.

