Sozialverband, Entwicklung

Sozialverband entsetzt ĂŒber Entwicklung der Manager-GehĂ€lter

01.05.2025 - 14:00:34

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat die Schere bei der Entwicklung der GehÀlter zwischen Angestellten und Spitzenmanagern scharf kritisiert.

"Ich bin ĂŒber diese Zahlen entsetzt", sagte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). Die Corona-Pandemie und ihre Folgen hĂ€tten bei Millionen finanzielle Spuren hinterlassen. "Dass viele sich abgehĂ€ngt fĂŒhlen, wenn sie von solchen Entwicklungen hören, ist nur verstĂ€ndlich. Welche Folgen, sich abgehĂ€ngt zu fĂŒhlen haben kann, erleben wir bei jeder Wahl aufs Neue", sagte Engelmeier. Die Entwicklungsorganisation Oxfam hatte zuvor eine Berechnung vorgestellt, wonach die GehĂ€lter der Spitzenmanager in den umsatzstĂ€rksten Unternehmen in Deutschland in den vergangenen fĂŒnf Jahren 30 Mal so stark wie die Reallöhne aller Angestellten gewachsen seien.

Im Median hĂ€tten die Vorstandsvorsitzenden demnach im abgelaufenen Jahr rund 4,4 Millionen Euro verdient. "Die Menschen sehen MillionengehĂ€lter und zweistellige Gehaltssteigerungen auf der einen Seite und auf der anderen eine zu geringe Rentenerhöhung, eine unwĂŒrdige Debatte um die nötige Anhebung des Mindestlohns, ungebremst steigende Sozialabgaben und einen aktuellen Armutsbericht, der klar belegt: Arme werden Ă€rmer, Reiche immer reicher", kritisierte Engelmeier. Sie appellierte an die kĂŒnftige Bundesregierung, gegenzusteuern. Ansonsten werde die Spaltung der Gesellschaft "dramatische Formen" annehmen, so die SoVD-Chefin.

@ dts-nachrichtenagentur.de