Qimonda-GlÀubiger bekommen weitere Zahlung von 420 Millionen
19.12.2024 - 13:38:39Die GlĂ€ubiger des 2009 untergegangenen Speicherchipherstellers Qimonda erhalten zum bevorstehenden Jahreswechsel eine hohe Abschlagszahlung: Insolvenzverwalter Michael JaffĂ© kĂŒndigte Abschlagszahlungen von insgesamt 420 Millionen Euro an die 2100 GlĂ€ubiger der Holdinggesellschaft Qimonda AG an, die «in diesen Tagen» ĂŒberwiesen werden sollen. Weitere substanzielle Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe sollen zum Abschluss des Insolvenzverfahrens folgen.
Qimonda war eine Tochter des Halbleiterherstellers Infineon, nach der Insolvenz fĂŒhrte JaffĂ© jahrelange Rechtsstreitigkeiten mit dem einstigen Mutterkonzern. Im August hatte sich Infineon schlussendlich in einem Vergleich zur Zahlung von 800 Millionen Euro bereit erklĂ€rt. Insgesamt hat JaffĂ© nach eigenen Angaben 1,2 Milliarden fĂŒr die GlĂ€ubiger gesichert, davon sind demnnach bislang 550 Millionen ausgezahlt.
«Nach Lösung der letzten offenen Rechtsfragen geht es jetzt darum, den Verfahrensabschluss in diesem Verfahren und in den Verfahren der Tochtergesellschaften vorzubereiten», teilte Jaffé mit. «Dann werden die GlÀubiger weitere Zahlungen im dreistelligen Millionenbereich erhalten können.» Der Anwalt ist seit 2020 auch Insolvenzverwalter des Skandalkonzerns Wirecard.
Die Qimonda AG hatte ihrerseits Tochtergesellschaften, unter anderem ein Werk in Dresden. Diese Töchter hatten 2009 ebenfalls Insolvenz angemeldet. Einerseits haben diese Tochterfirmen eigene GlÀubiger, andererseits zÀhlen sie nun zu den GlÀubigern der Qimonda Holdinggesellschaft und erhalten vom Insolvenzverwalter einen Teil der Zahlungen. Diese Gelder sollen dann im kommenden Jahr an die Tochter-GlÀubiger weitergegeben werden.


