Wasserstoff-Pipeline von DĂ€nemark nach Deutschland erst 2031
08.10.2024 - 15:22:39Der fĂŒr 2028 geplante Bau verzögere sich bis 2031, wie das Klima- und Energieministerium in Kopenhagen mitteilte. Eine PrĂŒfung des Staatsunternehmens Energinet habe ergeben, dass noch umfangreiche Umwelt- und Sicherheitsstudien nötig seien. Manchmal mĂŒsse man die RealitĂ€t anerkennen, sagte Klimaminister Lars Aagaard der Nachrichtenagentur Ritzau.
Aagaard hatte die Pipeline im MĂ€rz 2023 mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck vereinbart. "GrĂŒner" Wasserstoff, der auf der Basis erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne hergestellt wird, soll eine SchlĂŒsselrolle spielen beim klimafreundlichen Umbau von Produktionsprozessen in der Industrie. Deutschland will selbst viel "grĂŒnen" Wasserstoff herstellen, muss aber auch groĂe Mengen importieren und will dazu auch mit weiteren LĂ€ndern wie Norwegen zusammenarbeiten.
Der Abschnitt von der deutschen Grenze bis zur dÀnischen Stadt Esbjerg soll nun 2031 vollendet sein, die gesamte Pipeline dann 2033.
Im Bundeswirtschaftsministerium hieĂ es auf Anfrage, die angekĂŒndigten Verzögerungen hĂ€tten keinen Einfluss auf den angestrebten Hochlauf des Wasserstoffmarktes in Deutschland. "Wir stehen hier in stĂ€ndigem Kontakt mit der dĂ€nischen Seite, auch die dĂ€nische Regierung will das Projekt so bald wie möglich umsetzen", sagte eine Sprecherin. Auf Arbeitsebene wĂŒrden mögliche Beschleunigungsoptionen diskutiert. Ziel sei, die Verzögerung so gering wie möglich zu halten.

