Ukraine-Konferenz: Selenskyj setzt auf zweiten Gipfel
16.06.2024 - 16:37:45 | dpa.deEntsprechende Vorbereitungen wĂŒrden nur Monate und nicht Jahre dauern, sagte Selenskyj am Sonntag nach dem Ende des zweitĂ€gigen Treffens von rund 100 LĂ€ndern und Organisationen auf dem BĂŒrgenstock nahe Luzern. Einige Staaten hĂ€tten bereits ihre Bereitschaft signalisiert, Gastgeber eines solchen Gipfels zu sein. Voraussetzung fĂŒr eine Teilnahme Russlands sei, dass sich Moskau zur UN-Charta bekenne, sagte EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen. In der AbschlusserklĂ€rung, die nicht von allen anwesenden LĂ€ndern unterschrieben wurde, ist von einer Folgekonferenz keine Rede.
Die Schweizer BundesprĂ€sidentin Viola Amherd rĂ€umte ein, dass die "Perspektiven und Ausgangspositionen sehr unterschiedlich" gewesen seien. Aber immerhin habe zum ersten Mal eine hochrangige und breit gestĂŒtzte Konferenz ĂŒber einen Friedensprozess gesprochen. Es seien einige inhaltliche Voraussetzungen fĂŒr einen Weg zum Ende des Ukrainekriegs geschaffen worden. Dass sich die weit ĂŒberwiegende Mehrheit der anwesenden Staaten auf das BĂŒrgenstock-Kommunique geeinigt habe, zeige, was Diplomatie in geduldiger Arbeit leisten könne, so Amherd.
Ziel der Konferenz war es, einen Friedensprozess anzustoĂen. Russland war nicht eingeladen und hatte auch kein Interesse an einer Teilnahme. Letztlich handelte es sich bei der Veranstaltung auch um den Versuch des Westens, weitere Staaten in SĂŒdamerika, Asien und Afrika in die FriedensbemĂŒhungen auf Grundlage des Völkerrechts einzubinden. Die Ukraine fordert einen "gerechten und dauerhaften" Frieden.
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