Ukraine ruft zu Verfolgung von russischen Kriegsverbrechen auf
02.04.2024 - 13:53:18Die Aggressoren mĂŒssten fĂŒr ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft anlĂ€sslich einer internationalen Konferenz zum Thema Gerechtigkeit in der Ukraine am Dienstag in Den Haag. Die Botschaft mĂŒsse klar sein: "Gerechtigkeit ist stĂ€rker als der Krieg des Kreml."
Der ukrainische AuĂenminister Dmytro Kuleba erinnerte bei der Konferenz an das Massaker an Zivilisten in der Stadt Butscha vor zwei Jahren. Dies sei zum Symbol der russischen GrĂ€uel in der Ukraine geworden. "Die gesamte Welt sah in Butscha dem Bösen ins Auge."
Gut zwei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine beraten bei dem Treffen in Den Haag europĂ€ische Minister und internationale Ermittler ĂŒber den Stand der strafrechtlichen Verfolgung von Kriegsverbrechen. Die Ukraine, ihre VerbĂŒndeten sowie die EU-Kommission wollen sicherstellen, dass mutmaĂliche Verbrecher vor Gericht gestellt werden und Russland fĂŒr SchĂ€den bezahlt.
Am Dienstag wurde in Den Haag zugleich das erste Register fĂŒr Schadensmeldungen von ukrainischen Kriegsopfern eröffnet. Ziel des Registers ist, Opfer zu entschĂ€digen. Russland soll dafĂŒr aufkommen. Nach Angaben des niederlĂ€ndischen AuĂenministeriums wurden bisher mehr als 100 000 mutmaĂliche Kriegsverbrechen in der Ukraine dokumentiert. Kurz nach Beginn des Krieges hatten einige Staaten mit der Ukraine sowie internationalen Justizbehörden eine Zusammenarbeit bei den Ermittlungen vereinbart.
Einer der Hauptredner bei der Konferenz ist der ChefanklÀger des Internationalen Strafgerichtshofes, Karim Khan. Das Weltstrafgericht mit Sitz in Den Haag erlieà bereits vier internationale Haftbefehle gegen hochrangige Russen, darunter PrÀsident Wladimir Putin.

