Selenskyj stellt Kriegsplan im September Washington vor
13.09.2024 - 16:59:33"Ich werde ihm den Plan fĂŒr den Sieg vorstellen", sagte der Staatschef bei einem Auftritt in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Es gehe um ein System einander bedingender Entscheidungen, mit denen die Ukraine hinreichend KrĂ€fte erhalte, um den Krieg auf einen Frieden hinzusteuern. "Solche Eroberungskriege können gerecht auf mehreren Wegen beendet werden: Entweder wird die Besatzungsarmee mit Gewalt oder mit Diplomatie herausgedrĂ€ngt", erlĂ€uterte Selenskyj. Damit werde die reale UnabhĂ€ngigkeit des Landes garantiert. FĂŒr die erforderliche starke Position sei Kiew jedoch auf die UnterstĂŒtzung der Vereinigten Staaten angewiesen.
Seinen Plan wolle der Ukrainer auch den beiden PrÀsidentschaftskandidaten, VizeprÀsidentin Kamala Harris und Ex-PrÀsident Donald Trump, sowie dem US-Kongress vorstellen. Am 5. November wird in den USA ein neuer PrÀsident gewÀhlt.
In örtlichen Medien wird bereits seit einiger Zeit ĂŒber eine Reise Selenskyjs zur Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York Ende September spekuliert.
Kritik an westlicher Zögerlichkeit
Selenskyj kritisierte in seiner Rede erneut die westliche Zögerlichkeit fĂŒr den Einsatz von aus dem Westen gelieferten weitreichenden Waffen auf russischem Territorium. "(Der russische PrĂ€sident Wladimir) Putin braucht keinerlei Erlaubnisse, keine Zustimmungen zum Einsatz von weitreichenden Waffen", hob Selenskyj hervor. Zögern und Verzögerungen bei Waffenlieferungen lege Putin als "Erlaubnis fĂŒr sich aus, alles Mögliche zu tun".
Nach den kĂŒrzlichen GesprĂ€chen mit US-AuĂenminister Antony Blinken und seinem britischen Kollegen David Lammy in Kiew hoffe Selenskyj nach eigenen Worten, dass es in Washington und London keine Fragen zum Zweck des Einsatzes von weitreichenden Waffen mehr geben wird. Selenskyj zufolge sind diese weitreichenden Waffen notwendig, "um den Kriegsverlauf zu Ă€ndern und um Russland zu zwingen, Frieden zu suchen".
Die Ukraine wehrt mit westlicher Hilfe seit mehr als zweieinhalb Jahren eine russische Invasion ab. Kiew fordert seit lĂ€ngerem, dass die von Washington und London gelieferten Raketen auch fĂŒr den Einsatz tief im russischen Territorium freigegeben werden.

