Russland, Frieden

ĆœSelenskyj: Russland muss zum Frieden gezwungen werden

07.03.2025 - 21:05:38

Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland angesichts eines massiven neuen Luftangriffs mangelndes Interesse an Frieden vorgeworfen.

"Heute war dieser russische Angriff auf unser Energiesystem und unsere zivilen Einrichtungen fĂŒr Russland so routinemĂ€ĂŸig wie immer, so gemein und zynisch wie immer, als ob es keine Versuche der Ukraine und der Welt gegeben hĂ€tte, diesen Krieg zu beenden", sagte das Staatsoberhaupt in seiner tĂ€glichen Ansprache.

Die Ukraine sei hingegen an einem schnellen Frieden interessiert. "Und jeden Tag beweisen neue russische SchlÀge und die RealitÀt selbst, dass Russland zum Frieden gezwungen werden muss", unterstrich Selenskyj. In einer Sitzung des Oberkommandos sei dabei die Arbeit der ukrainischen Flugabwehr genau analysiert worden.

Die ukrainische Luftwaffe hatte vorher mitgeteilt, dass Russland in einem kombinierten Angriff 194 Drohnen und 67 Raketen unterschiedlichen Typs eingesetzt habe. Demnach seien nur etwas mehr als die HĂ€lfte der gegnerischen Flugobjekte abgeschossen worden. Ein weiteres Drittel habe ihre Ziele nicht erreicht und keinen Schaden angerichtet. Die Attacke galt nach russischen Angaben der Gasinfrastruktur der Ukraine. Der ukrainische Staatskonzern Naftogaz informierte ĂŒber SchĂ€den an Gasförderanlagen.

Die Ukraine wehrt sich seit etwas mehr als drei Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Eine von US-PrĂ€sident Donald Trump angeordnete Aussetzung der US-amerikanischen MilitĂ€rhilfe gefĂ€hrdet unter anderem den Nachschub fĂŒr die ukrainische Flugabwehr. Trump hatte Selenskyj unzureichende FriedensbemĂŒhungen vorgeworfen.

@ dpa.de