Selenskyj erklÀrte Trump sein Nein zum Gebietsverzicht
21.08.2025 - 17:07:16"Wenn wir ĂŒber einen Abzug aus dem Osten reden, dann können wir das nicht machen. Es geht hier nicht nur um die Verfassung, hier geht es um die Frage des Ăberlebens des Landes und um die am besten geschĂŒtzten Verteidigungsstellungen", sagte Selenskyj vor Journalisten, wie das Portal "RBK-Ukraina" berichtete. Putin habe sich den Abzug von Kiews StreitkrĂ€ften aus dem Donbass als "Sieg" ausgedacht.
"Wenn Putin das bekommt, dann wird er versuchen, weiterzugehen", warnte Selenskyj. Kremlchef Wladimir Putin verlangt fĂŒr einen Waffenstillstand etwa den Abzug der ukrainischen StreitkrĂ€fte aus dem Gebiet Donezk. Dort sind etwa 30 Prozent noch unter Kiews Kontrolle. Damit verlöre die Ukraine ihre fĂŒr die strategische Sicherheit des Landes wichtigen Festungen Kramatorsk und Slowjansk. Trump habe sich die Argumente fĂŒr einen Verbleib der ukrainischen StreitkrĂ€fte im Donbass angehört - und das auch verstanden, meinte Selenskyj.
Ukraine hĂ€lt Einfrieren des Konflikts fĂŒr möglich
Die Ukraine lehnt den Verzicht auf Gebiete kategorisch ab. Im Raum steht aber, dass Kiew fĂŒr einen Waffenstillstand de facto anerkennt, dass es keine Kontrolle ĂŒber weite Teile der von Russland annektierten Gebiete hat. Die Ukraine will sich das Land dann etwa ĂŒber diplomatische und wirtschaftliche Instrumente zurĂŒckholen.
Russland dagegen lehnt ein neues Einfrieren des Konflikts ab. Moskau will anders als bei den frĂŒheren Minsker Vereinbarungen fĂŒr den Donbass nun Territorialfragen zusammen mit anderen Punkten in einem Friedensabkommen festhalten.
Selenskyj zeigte sich in dem bereits am Mittwoch organisierten, aber nun erst veröffentlichten Treffen mit ukrainischen Journalisten weiter kampfbereit. Die Lage an der Front sei nicht einfach, aber auch nicht so schlecht, wie Putin sie darstelle. "Er (Putin) hat mehr Leute - das ist Fakt. Und Waffen - das ist Fakt. Aber seine Wirtschaft gerĂ€t ins Wanken - das ist Tatsache", sagte der PrĂ€sident. Er habe immer wieder noch hĂ€rtere Sanktionen gefordert, um Russlands Kriegswirtschaft in die Knie zu bringen. In einem Jahr werde Putin spĂŒrbare Probleme haben.

