Selenskyj dankt Katar fĂŒr Hilfe bei Freilassung verschleppter Kinder
25.04.2024 - 06:17:50"Dank der VermittlungsbemĂŒhungen unseres befreundeten Katars wurden sie freigelassen und mit ihren Familien zusammengefĂŒhrt", schrieb Selenskyj am Mittwochabend auf der Plattform X (vormals Twitter). Die Kinder und ihre Angehörigen befĂ€nden sich derzeit in Katar zur medizinischen, psychischen und sozialen Genesung.
Die Ukraine identifizierte bis Februar eigenen Angaben zufolge knapp 20 000 Kinder, die nach Russland oder in russisch besetzte Gebiete der Ukraine gebracht worden sein sollen. Nur mehrere Hundert davon sollen bisher zurĂŒckgekehrt sein. Die Angaben konnten unabhĂ€ngig zunĂ€chst nicht ĂŒberprĂŒft werden. Die Golfstaaten wie Katar pflegen meist gute Beziehungen mit Russland und bemĂŒhen sich im Ukraine-Krieg um NeutralitĂ€t. Moskau ist fĂŒr sie ein wichtiger Partner etwa im Energiebereich.
Selenskyj machte darauf aufmerksam, Tausende andere zwangsweise verschleppte Kinder seien noch in Russland. "Gemeinsam mĂŒssen wir alle Anstrengungen unternehmen, um jedes Kind nach Hause zu bringen, und ich danke allen in der Welt, die uns bei dieser schwierigen Aufgabe helfen." Selesnkyj schrieb auf X weiter, er sei dem Staatsoberhaupt von Katar, Emir Tamim bin Hamad Al Thani, zutiefst dankbar fĂŒr die UnterstĂŒtzung seines Landes.
Russland wird vorgeworfen, durch die gewaltsame Verschleppung absichtlich die IdentitĂ€t ukrainischer Kinder zu zerstören und tiefe emotionale und psychologische Traumata zu verursachen. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat wegen der Verschleppung Haftbefehle gegen den russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin und dessen Kinderbeauftragte Maria Lwowa-Belowa erlassen. Russland weist die VorwĂŒrfe zurĂŒck.

