Selenskyj, Erdogan

Selenskyj spricht mit Erdogan ĂŒber Ukraine-Verhandlungen

31.05.2025 - 09:03:51

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj lĂ€sst eine Teilnahme Kiews an der von Moskau fĂŒr diesen Montag angesetzten neuen Verhandlungsrunde zur Beilegung des Konflikts weiter offen.

Bei einem GesprĂ€ch mit dem tĂŒrkischen PrĂ€sidenten Recep Tayyip Erdogan sei es um die Bedingungen einer Beteiligung der Ukraine an den Verhandlungen gegangen, teilte Selenskyj am Abend auf der Plattform X mit. Details nannte er nicht, sagte aber, dass es bei einer ukrainischen Teilnahme echte Ergebnisse geben mĂŒsse.

Der jĂŒngste Gefangenenaustausch sei ein wichtiges Ergebnis der Verhandlungen in Istanbul gewesen, aber "leider das einzige". Eine Waffenruhe sei fĂŒr eine Bewegung in Richtung Frieden notwendig, sagte Selenskyj. Das Töten mĂŒsse aufhören.

Moskau hat fĂŒr den 2. Juni in Istanbul eine zweite Verhandlungsrunde angesetzt, um mit Kiews Vertretern ĂŒber eine mögliche Beendigung des Kriegs in der Ukraine zu sprechen. Dazu hat Russland auch ein Memorandum in Aussicht gestellt, das die Ukraine zur Vorabbegutachtung angefordert hatte. Russland lehnte das ab - und will ĂŒber die AbsichtserklĂ€rung erst in Istanbul sprechen. Die direkten GesprĂ€che waren in diesem Monat auf russische Initiative erstmals seit 2022 wieder aufgenommen worden.

Selenskyj spricht von Vierer-Treffen auf PrÀsidentenebene

Bei dem GesprĂ€ch mit Erdogan sei es auch um ein mögliches Vierer-Treffen gegangen mit den PrĂ€sidenten der Ukraine, Russlands, der TĂŒrkei und der Vereinigten Staaten. Deutlicher wurde Selenskyj nicht. Er habe der TĂŒrkei gedankt fĂŒr die UnterstĂŒtzung des Landes bei seinem Kampf um seine SouverĂ€nitĂ€t und territoriale Unversehrtheit.

Zugleich warf Selenskyj Russland in seiner abendlichen Videobotschaft vor, seine diplomatischen Gewohnheiten verloren zu haben. "Sie machen weiter Sachen, um zu beweisen, dass sie der unpassendste Akteur der Welt sind. Aber das ist genau das, was alle ĂŒberzeugt, dass neuer Druck gebraucht wird - Druck auf Russland."

@ dpa.de