PrÀsidentenberater, Waffeneinsatz

PrĂ€sidentenberater wirbt fĂŒr Waffeneinsatz gegen Ziele in Russland

31.05.2024 - 05:52:57

Der ukrainische PrĂ€sidentenberater Mychajlo Podoljak hat erneut dafĂŒr geworben, vom Westen gelieferte Waffen gegen militĂ€rische Ziele in Russland einsetzen zu können.

Dies entspreche dem Völkerrecht, sagte der Berater des ukrainischen PrĂ€sidentenbĂŒrochefs Andrij Jermak am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Podoljak warf Russland eine komplette Eskalation des Krieges gegen sein Land vor. Um Moskau zu stoppen, mĂŒsse die Ukraine auch MilitĂ€reinrichtungen in Russland zerstören können.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hatte nach den tödlichen Bombenangriffen auf die grenznahe Großstadt Charkiw das Recht auf einen Einsatz westlicher Waffen gegen russisches Gebiet gefordert. Auch Nato-GeneralsekretĂ€r Jens Stoltenberg warb zuletzt nahezu tĂ€glich dafĂŒr, bestehende BeschrĂ€nkungen fĂŒr ukrainische Angriffe zumindest teilweise aufzuheben. Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron hat eine Ă€hnliche Haltung. Bundeskanzler Olaf Scholz hingegen ließ bislang nicht öffentlich erkennen, dass er bestehende Auflagen weitgehend lockern will.

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius Ă€ußerte sich am Donnerstag wie schon am Mittwoch zurĂŒckhaltend zu der Diskussion. "Das Völkerrecht lĂ€sst das zu. Daran lĂ€sst auch niemand einen Zweifel", sagte der SPD-Politiker im ZDF-"heute journal". Es gebe dann aber auch bilaterale Vereinbarungen zwischen westlichen LĂ€ndern und der Ukraine. "Das sind Details, ĂŒber die man nicht öffentlich spricht, weil man niemals darĂŒber sprechen sollten, wozu man bereit ist, was man zulĂ€sst und was nicht", sagte der Minister. Der Kreml kĂ€me im Leben nicht darauf, seine Karten offenzulegen, fĂŒgte er hinzu.

Den ARD-"Tagesthemen" sagte Pistorius, zwar sei das öffentliche Interesse an dem Thema nachvollziehbar, es handele sich dabei aber um zentrale Sicherheitsfragen verschiedener LĂ€nder von "höchster SensibilitĂ€t", deren KlĂ€rung auch der Geheimhaltung unterliegen mĂŒsse. Er rĂ€umte ein, dass die momentane "Vielstimmigkeit" der Diskussion problematisch sei.

@ dpa.de