USA, Kanada

Trump droht Kanada mit neuem Strafzoll auf Flugzeug-Importe

30.01.2026 - 03:06:03 | dpa.de

Der US-PrĂ€sident bezeichnet Zölle als sein Lieblingswort. Nun droht er erneut dem grĂ¶ĂŸten Nachbarland. Auslöser scheint ein Streit um die Zulassung von US-GeschĂ€ftsflugzeugen in Kanada zu sein.

US-PrĂ€sident Donald Trump droht Kanada mit einem neuen Strafzoll, was wohl vor allem den Flugzeughersteller Bombardier treffen wĂŒrde. (Symbolbild) - Foto: Jan Woitas/dpa
US-PrĂ€sident Donald Trump droht Kanada mit einem neuen Strafzoll, was wohl vor allem den Flugzeughersteller Bombardier treffen wĂŒrde. (Symbolbild) - Foto: Jan Woitas/dpa

US-PrĂ€sident Donald Trump droht dem Nachbarland Kanada mit einem neuen Strafzoll in Höhe von 50 Prozent fĂŒr den Import von Flugzeugen. Zudem erklĂ€rte Trump auf seiner Plattform Truth Social, sĂ€mtlichen Maschinen des kanadischen Flugzeugbauers Bombardier und allen anderen dort hergestellten Jets werde die US-Genehmigung entzogen. 

Als Grund fĂŒr den Entzug und den möglichen Strafzoll nannte Trump den Umgang der kanadischen Behörden mit Gulfstream, einem US-Hersteller von GeschĂ€ftsflugzeugen. Kanada habe mehreren Modellen des Bombardier-Konkurrenten keine Betriebsgenehmigungen erteilt und damit im Prinzip deren Verkauf in dem Nachbarland verboten, klagte Trump. Sollte dies nicht «sofort korrigiert» werden, werde er eine zusĂ€tzliche ImportgebĂŒhr von 50 Prozent verhĂ€ngen, drohte der PrĂ€sident.

Trump greift hĂ€ufig zu Zöllen, um seinen Willen durchzusetzen. Davon bleiben auch traditionell enge VerbĂŒndete wie Kanada nicht verschont. Bisweilen nutzt Trump Zölle aber auch nur als DrohgebĂ€rde und setzt diese letztlich nicht um. 

Trump greift VerbĂŒndeten Kanada zunehmend an

Erst vor wenigen Tagen hatte Trump Kanada mit horrenden Zöllen gedroht, um eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit des Nachbarn mit China zu verhindern. Sollte die kanadische Regierung einen Deal mit der Volksrepublik schließen, wĂŒrden alle Importe aus Kanada mit einem 100-Prozent-Zollsatz belegt, schrieb er auf Truth Social. 

Kanadas Premierminister Mark Carney, der - ebenso wie sein VorgĂ€nger Justin Trudeau - in der Vergangenheit diverse Streitigkeiten mit Trump auszutragen hatte, war im Januar nach Peking gereist und kĂŒndigte danach eine engere Zusammenarbeit mit China an. So nimmt Kanada einen Teil seiner Zölle auf chinesische Elektroautos zurĂŒck, im Gegenzug will China Handelshemmnisse fĂŒr kanadische Agrarprodukte wie Raps abbauen.

Nach seiner China-Reise fiel Carney beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit einer eindringlichen Rede auf, die auch als Kritik an Trump und dessen aggressiver «America First»-Politik verstanden wurde. Der US-PrÀsident hatte mehrfach davon gesprochen, dass Kanada als Bundesstaat in die USA integriert werden sollte.

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