Infrastruktur, Verkehr

Trump streitet mit Kanada um neue GrenzbrĂŒcke

10.02.2026 - 20:41:56

Der US-PrĂ€sident legt im Handelskonflikt mit dem Nachbarn Kanada nach. Neustes Druckmittel ist eine GrenzbrĂŒcke zwischen den beiden LĂ€ndern. Kanada wehrt sich gegen VorwĂŒrfe aus dem Nachbarland.

  • Die neue GrenzbrĂŒcke scheint US-PrĂ€sident Donald Trump ein Dorn im Auge zu sein. (Archivbild) - Foto: Paul Sancya/AP/dpa

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  • Trump legt im Handelsstreit mit Kanada nach.  - Foto: Jose Luis Magana/AP/dpa

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Die neue GrenzbrĂŒcke scheint US-PrĂ€sident Donald Trump ein Dorn im Auge zu sein. (Archivbild) - Foto: Paul Sancya/AP/dpaTrump legt im Handelsstreit mit Kanada nach.  - Foto: Jose Luis Magana/AP/dpa

Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts zwischen den USA und Kanada ist ein Streit um eine neue GrenzbrĂŒcke zwischen den beiden LĂ€ndern entbrannt. US-PrĂ€sident Donald Trump drohte in einem Beitrag auf der Plattform Truth Social, die Eröffnung nicht zuzulassen, bis Kanada die Vereinigten Staaten mit der Fairness und dem Respekt behandle, den die USA verdienten. Kanadas Premierminister Mark Carney widersprach der Darstellung des Republikaners.

Die BrĂŒcke ĂŒber den Detroit River verbindet die Stadt Windsor in der kanadischen Provinz Ontario mit der US-Stadt Detroit im nördlichen Bundesstaat Michigan. Die Gordie Howe International Bridge mit sechs Fahrspuren soll auch von FußgĂ€ngern und Radfahrern genutzt werden können. Die Eröffnung ist in diesem Jahr geplant. Kanada finanziert nach eigenen Angaben die Baukosten, die dann mit den MautgebĂŒhren refinanziert werden sollen. Die seit langem geplante BrĂŒcke soll den Handel zwischen den NachbarlĂ€ndern weiter ankurbeln.

Trump hatte gefordert, die BrĂŒcke mĂŒsse auch mindestens zur HĂ€lfte den USA gehören. Man werde unverzĂŒglich Verhandlungen aufnehmen, kĂŒndigte Trump an. Konkretere Angaben dazu machte der US-PrĂ€sident nicht. Carney erklĂ€rte vor Journalisten, in einem Telefonat habe er Trump erklĂ€rt, dass das Eigentum an der BrĂŒcke bereits zwischen Michigan und der kanadischen Regierung geteilt werde.

Eskalierender Handelskonflikt nach Carneys China-Reise

Trump warf Kanada in seinem Post auch vor, fĂŒr den Bau keine US-amerikanischen Produkte wie Stahl genutzt zu haben. Auch dem widersprach Carney: Es wĂŒrde kanadischer, aber auch Stahl aus den USA verwendet. Zudem kritisierte Trump erneut die jĂŒngst von Kanadas Premierminister Mark Carney angekĂŒndigte begrenzte AnnĂ€herung an China in Handelsfragen. Deswegen hatte er dem Nachbarland unlĂ€ngst auch bereits mit einem 100-Prozent-Zollsatz auf den Import von Waren gedroht. Auch Strafzölle auf die Einfuhr kanadischer Flugzeuge hatte er jĂŒngst angedroht. 

Trump greift hĂ€ufig zu Zöllen, um seinen Willen durchzusetzen. Davon bleiben auch traditionell enge VerbĂŒndete wie Kanada nicht verschont. Bisweilen nutzt Trump Zölle aber auch nur als DrohgebĂ€rde und setzt diese letztlich nicht um.

Nach einer China-Reise Anfang Januar fiel Premierminister Carney beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit einer eindringlichen Rede auf, die auch als Kritik an Trump und dessen aggressiver «America First»-Politik verstanden wurde. Der US-PrÀsident hatte mehrfach davon gesprochen, dass Kanada als Bundesstaat in die USA integriert werden sollte.

@ dpa.de