Maduro, Bedrohung

Maduro sieht 'grĂ¶ĂŸte Bedrohung' seit 100 Jahren durch USA

02.09.2025 - 05:22:02

Der venezolanische PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro hat die US-MilitĂ€rprĂ€senz in der Karibik als "grĂ¶ĂŸte Bedrohung" seit einem Jahrhundert bezeichnet.

"Venezuela steht vor der grĂ¶ĂŸten Bedrohung, die unser Kontinent in den letzten 100 Jahren erlebt hat", sagte er bei einer Pressekonferenz vor auslĂ€ndischen Korrespondenten. "Acht Kriegsschiffe mit 1.200 Raketen und ein Atom-U-Boot zielen auf Venezuela. Es ist eine extravagante Bedrohung. Nicht zu rechtfertigen, unmoralisch und absolut kriminell", sagte er.

Im Falle eines Angriffs durch die USA drohte er mit bewaffnetem Widerstand. "Wenn Venezuela angegriffen wĂŒrde, wĂŒrden wir sofort zum bewaffneten Kampf zur Verteidigung unseres Territoriums ĂŒbergehen." Er werde "verfassungsgemĂ€ĂŸ eine Republik in Waffen" ausrufen.

Maduro will MilizionÀre rekrutieren

Zuletzt hatte sich der Konflikt zwischen den beiden Staaten verschĂ€rft. Die USA hatten Medienberichten zufolge in den vergangenen Wochen mehrere US-Kriegsschiffe vor die venezolanische KaribikkĂŒste verlegt, um dort Drogenschmuggler abzufangen. Zudem verdoppelte die US-Regierung die Belohnung fĂŒr Informationen, die zur Festnahme von Maduro fĂŒhren, auf bis zu 50 Millionen Dollar (etwa 43 Millionen Euro). Die US-Justiz wirft dem venezolanischen Staatschef vor, in den internationalen Drogenhandel verwickelt zu sein.

Maduro kĂŒndigte daraufhin an, zusĂ€tzliche MilizionĂ€re rekrutieren zu wollen. Die Miliz verfĂŒgt derzeit nach eigenen Angaben ĂŒber rund 4,5 Millionen Mitglieder. Zu ihr gehören neben Reservisten auch zahlreiche Mitglieder der sozialistischen Regierungspartei, Mitarbeiter von staatlichen Unternehmen und Rentner. Sicherheitsexperten bezweifeln die militĂ€rische Schlagkraft der Miliz.

@ dpa.de