Konjunktur, Haushalt/Steuern

Automobil-Verband: Ampel-Regierung muss Standortfaktoren verbessern

30.01.2024 - 13:37:14

Der Verband der Automobilindustrie hat von der Bundesregierung und der EuropÀischen Union mehr Engagement bei der Verhandlung von Freihandelsabkommen gefordert.

"Jedes nicht abgeschlossene Abkommen stĂ€rkt die anderen und schwĂ€cht uns", sagte VDA-PrĂ€sidentin Hildegard MĂŒller am Dienstag in Berlin. Sie forderte die Bundesregierung zudem auf, schnell den Standort Deutschland zu stĂ€rken. "Im zurĂŒckliegenden Jahr sind wir in vielen wichtigen Punkten nicht entscheidend weitergekommen: nicht in puncto wettbewerbsfĂ€hige Energiepreise, nicht beim Thema wettbewerbsfĂ€higes Steuersystem, nicht beim Thema BĂŒrokratieabbau", sagte MĂŒller.

Die Politik sei darĂŒber hinaus zu sehr damit beschĂ€ftigt, Krisen zu managen und ihre Entscheidungen und Vorhaben durch das Prinzip Krise zu begrĂŒnden. "Die Krise darf nicht zum wichtigsten Argument werden, um Entscheidungen zu erklĂ€ren oder gar zu rechtfertigen", sagte MĂŒller. So entstehe lediglich der Eindruck, dass die Ampel-Koalition keine eigene Strategie verfolge.

FĂŒr das kommende Jahr rechnet der VDA mit einem leichten weltweiten Wachstum von 2 Prozent auf dem Auto-Markt. FĂŒr den deutschen Markt erwartet der Verband ein leichtes Minus von einem Prozent. Große Unterschiede erwartet der VDA zwischen den Neuzulassungen und der Produktion von reinen Elektroautos in Deutschland. Bei der Produktion erwartet der Verband in Deutschland ein krĂ€ftiges Plus von 25 Prozent- bei den Neuzulassungen dagegen ein Minus von rund 14 Prozent. GrundfĂŒr die Annahme ist vor allem die reduzierte Förderung fĂŒr E-Autos.

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