PalÀstinensischer, Botschafter

PalÀstinensischer Botschafter gegen Waffenlieferungen an Israel

26.01.2024 - 17:42:44

Der Vertreter der PalÀstinensischen Autonomiebehörde in Deutschland, Laith Arafeh, fordert von der Bundesregierung einen Verzicht auf Waffenlieferungen an Israel.

Das teilte Arafeh am Freitag in Berlin nach einer Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs mit, der von Israel unter anderem verlangt, mehr fĂŒr den Schutz von PalĂ€stinensern zu tun und mehr humanitĂ€re Hilfe fĂŒr den Gazastreifen zuzulassen. Der "Spiegel" hatte berichtet, dass die Bundesregierung die Lieferung von Panzermunition an Israel prĂŒfe.

Man erwarte die vollstĂ€ndige Umsetzung aller vom Gericht angeordneten Maßnahmen und halte alle Regierungen an, die notwendigen Schritte zu ihrer sofortigen Umsetzung zu unternehmen, erklĂ€rte Arafeh. Er rief die Bundesregierung dazu auf, ihre Positionierung zu ĂŒberdenken, wonach der Völkermord-Vorwurf SĂŒdafrikas gegen Israel, um den es nun im Hauptsache-Verfahren in Den Haag gehen wird, jeder Grundlage entbehre.

Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr den Export von Kriegswaffen im Wert von 20,1 Millionen Euro nach Israel genehmigt. Insgesamt genehmigte die Ampel-Regierung im Jahr 2023 RĂŒstungslieferungen fĂŒr 326,5 Millionen Euro an Israel - zehnmal so viel wie im Vorjahr mit 32,3 Millionen Euro. Der grĂ¶ĂŸte Teil der Exporterlaubnisse aus dem vergangenen Jahr geht nach frĂŒheren Angaben des Wirtschaftsministeriums auf die Zeit nach dem Terrorangriff der islamistischen Hamas am 7. Oktober zurĂŒck.

@ dpa.de