Schweden, USA

USA bremsen Geely-Marke Polestar aus

26.06.2026 - 04:20:30 | dpa.de

Der vom chinesischen Geely-Konzern kontrollierte schwedische Elektroautobauer darf ab Modelljahr 2027 keine neuen Fahrzeuge mehr in den USA verkaufen. Polestar will nun stÀrker auf Europa setzen.

Ein Elektroauto des schwedischen Herstellers Polestar. (Archivbild) - Bild: Zeng Hui//Xinhua/dpa
Ein Elektroauto des schwedischen Herstellers Polestar. (Archivbild) - Bild: Zeng Hui//Xinhua/dpa

Der vom chinesischen Geely-Konzern kontrollierte Elektroautobauer Polestar darf ab dem Modelljahr 2027 keine neuen Fahrzeuge mehr in den USA verkaufen. Grund ist eine Entscheidung des US-Handelsministeriums, dem Unternehmen keine Genehmigung nach der sogenannten Connected Vehicle Rule zu erteilen, wie Polestar mitteilte.

Die Regel beschrĂ€nkt den Import und Verkauf vernetzter Fahrzeuge und Fahrzeugtechnik mit Bezug zu China oder Russland. Die US-Regierung begrĂŒndet dies mit Risiken fĂŒr die nationale Sicherheit, etwa beim Zugriff auf Fahrzeugdaten oder vernetzte Systeme. Bereits vorhandene BestĂ€nde der Modelle Polestar 3 und Polestar 4 sollen in den USA weiter verkauft werden. 

StÀrkerer Fokus auf Europa

Polestar will sich nun stĂ€rker auf Europa konzentrieren. Dort erzielt das Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 80 Prozent seiner VerkĂ€ufe. Im ersten Quartal 2026 kamen 94 Prozent der VerkĂ€ufe aus MĂ€rkten außerhalb der USA. Der Hauptsitz des an der US-Börse Nasdaq notierten Unternehmens liegt im schwedischen Göteborg.

Die Entscheidung passt zu einer hĂ€rteren Linie der USA gegenĂŒber chinesischen Elektroautos und vernetzter Fahrzeugtechnik. Washington will solche Fahrzeuge und Komponenten wegen Sicherheitsbedenken stĂ€rker vom eigenen Markt fernhalten. Auch in Europa gibt es seit lĂ€ngerem eine Debatte ĂŒber den Umgang mit chinesischen Elektroautos. Die EU hat bereits Ausgleichszölle auf batterieelektrische Autos aus China verhĂ€ngt.

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