BP kritisiert geplante LadesÀulen-Pflicht an Tankstellen
13.04.2024 - 01:00:00Die geplante gesetzliche Pflicht, an jeder einzelnen Station LadesĂ€ulen installieren zu mĂŒssen, lehnt Wendeler jedoch ab. "Das ist ein unsinniges planwirtschaftliches Instrument", sagte er der Sonntagszeitung: "Wir mĂŒssten dann LadesĂ€ulen an Stellen errichten, an denen kein Platz dafĂŒr ist oder an denen unsere Kunden sie nicht haben wollen." Er forderte die Bundesregierung auf, Ausnahmeregelungen zu schaffen: "Wenn zum Beispiel an benachbarter Stelle zu einer Tankstelle auf dem Parkplatz eines Supermarktes bereits eine LadesĂ€ule von uns steht, könnte die Auflage fĂŒr diese Station entfallen." Die derzeit nachlassende Nachfrage nach Elektroautos sieht Wendeler nur als vorĂŒbergehendes PhĂ€nomen: "Der Absatz von Elektroautos wird nicht linear verlaufen, da gibt es auch mal RĂŒckschlĂ€ge." Dennoch werde sich die ElektromobilitĂ€t langfristig durchsetzen: "Ob es bis zum Jahr 2030 jene 15 Millionen E-Autos geben wird, wie es die Bundesregierung erwartet, das wird man sehen", sagte der BP-Europa-Chef am Firmensitz in Bochum. Die Akzeptanz sei aber schon jetzt groĂ: "In unserem Stromladenetz konnten wir binnen elf Monaten die Zahl der Nutzungen von einer Million auf 2,5 Millionen erhöhen." Wendeler kritisierte die bĂŒrokratischen Hindernisse beim Aufbau der Ladeinfrastruktur: "Bei uns ist durchschnittlich jedes zweite Bauvorhaben verzögert", sagte der Manager: "Wir könnten heute 1.000 LadesĂ€ulen mehr in der Nutzung haben, wenn die Behörden schneller arbeiten könnten."


