Amazon, Millionen

Amazon: Sieben Millionen gefÀlschte Artikel gestoppt

26.03.2024 - 05:44:28

Der weltgrĂ¶ĂŸte Internet-HĂ€ndler Amazon ist auch bei Markenpiraten eine beliebte Plattform. Seit 2020 geht der US-Konzern jedoch systematisch gegen den Verkauf gefĂ€lschter Waren vor.

Amazon hat im vergangenen Jahr weltweit mehr als sieben Millionen gefĂ€lschte Produkte identifiziert, beschlagnahmt und ordnungsgemĂ€ĂŸ entsorgt. Das geht aus einem Bericht des Online-Riesen hervor, der nun in Seattle veröffentlicht wurde. Seit ihrer GrĂŒndung im Jahr 2020 hat Amazons Abteilung fĂŒr FĂ€lschungskriminalitĂ€t («Counterfeit Crimes Unit») «mehr als 21.000 Akteure mit schlechten Absichten» im Rahmen von Gerichtsverfahren und Meldungen an die Strafverfolgungsbehörden zur Rechenschaft gezogen.

Bei den Maßnahmen gegen Produktpiraterie geht es zum einen um Artikel, die in den Logistik-Kreislauf des weltgrĂ¶ĂŸten Internet-HĂ€ndlers gebracht werden sollten. In der Statistik werden aber auch FĂ€lle gezĂ€hlt, in denen Amazon Unternehmen und Behörden Hinweise etwa auf Lager von FĂ€lschern geben konnte. 

Amazon verkauft Waren nicht nur selbst, sondern tritt auch als Plattform fĂŒr andere HĂ€ndler auf - und diesen Weg versuchen ProduktfĂ€lscher oft als Einfallstor zu nutzen. In den vergangenen Jahren weitete der Konzern deswegen unter anderem die Kontrollen beim Einrichten eines HĂ€ndler-Accounts aus. Dabei weisen auch Systeme mit KĂŒnstlicher Intelligenz die PrĂŒfer bei Amazon auf VerdachtsfĂ€lle hin.

Keine Konten fĂŒr VerkĂ€ufer «mit schlechten Absichten»

Im vergangenen Jahr habe Amazon mehr als 700.000 Versuche von «Akteuren mit schlechten Absichten» vereitelt, neue VerkĂ€uferkonten zu erstellen, berichtete Amazon-Topmanager Dharmesh Mehta. Dies sei gelungen, bevor diese Akteure auch nur ein einziges Produkt im Amazon-Store zum Verkauf anbieten konnten, betonte Mehta. «Dies ist ein deutlicher RĂŒckgang gegenĂŒber den sechs Millionen Versuchen von Akteuren mit schlechten Absichten, im Jahr 2020 neue Amazon VerkĂ€uferkonten einzurichten.»

In Europa hatte Amazon zuletzt zusammen mit der BWW Group erfolgreich vor dem EuropÀischen Unionsmarkengericht im spanischen Alicante gegen den Handel mit gefÀlschten BMW-Produkten geklagt. Das Gericht verurteilte vier in Spanien ansÀssige Personen wegen des versuchten Verkaufs gefÀlschter BMW-Teile und -Zubehör auf der Onlineplattform in ganz Europa.

@ dpa.de