UnfÀlle, Menschen

UnfÀlle und Menschen in Not nach Wintereinbruch in Deutschland

28.11.2023 - 06:20:44

Der Wintereinbruch hat in mehreren BundeslĂ€ndern fĂŒr glĂ€ttebedingte UnfĂ€lle gesorgt - dabei starben mindestens zwei Menschen.

Im Landkreis SchwĂ€bisch Hall in Baden-WĂŒrttemberg kam ein 71 Jahre alter Mann am Montagabend bei einem Frontalzusammenstoß auf schneeglatter Straße ums Leben. Eine 54-jĂ€hrige Autofahrerin starb bei Denzerheide in Rheinland-Pfalz bei einem Glatteisunfall. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) geht es am Dienstag in vielen Teilen Deutschlands mit Schnee und Schneeregen weiter.

In vielen Teilen Hessens ereigneten sich UnfĂ€lle mit leicht Verletzten und vielen SachschĂ€den. BĂ€ume stĂŒrzten aufgrund der Schneelast um. Im Rheingau-Taunus-Kreis spitzte sich die Lage besonders zu. Zahlreiche Autofahrer saßen hier nach Angaben der Feuerwehr in ihren Fahrzeugen fest. Etwa 100 Menschen mussten nahe Eltville wegen umstĂŒrzender BĂ€ume aus ihren Autos gerettet werden. Sie wurden zunĂ€chst in einer Halle untergebracht. Am Abend kamen 20 bis 25 Menschen in Hotels unter.

Der Landrat im Rheingau-Taunus-Kreis, Sandro Zehner (CDU), rief laut einer Mitteilung zum Zuhausebleiben auf: "Mein dringender Appell: Bleiben Sie am Dienstag unbedingt zu Hause. Bitte unternehmen Sie auch keine SpaziergĂ€nge im Wald: Es besteht akute Lebensgefahr durch Astbruch und umstĂŒrzende BĂ€ume." Laut DWD ließen in Hessen die Niederschlagsmengen in der Nacht nach. "Aber richtige Probleme machen die BĂ€ume, die unter der Last des Schnee drohen umzufallen", sagte eine DWD-Meteorologin.

In Wiesbaden mussten 55 Personen, darunter 27 Kinder, in einer Schule ĂŒbernachten. Die Feuerwehr richtete eine Unterkunft im SchulgebĂ€ude ein, da aufgrund der WitterungsverhĂ€ltnisse keine Schulbusse mehr fuhren, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. In einer Gesamtschule in Bad Schwalbach saßen zeitweise 30 SchĂŒler und Lehrer fest. Sie wurden versorgt und konnten aber am spĂ€ten Montagabend von der Feuerwehr nach Hause gebracht werden.

Durch den Wintereinbruch mussten zahlreiche Straßen um die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden komplett gesperrt werden. Auch bei der Bahn gibt es Behinderungen auf einigen Strecken, wie das PolizeiprĂ€sidium Westhessen mitteilte. Zeitweise fiel an einigen Orten wegen umgestĂŒrzter BĂ€ume der Strom aus, unter anderem in Hofheim.

Im Norden Deutschlands und in Nordrhein-Westfalen gab es am Abend und in der Nacht keine Meldungen zu grĂ¶ĂŸeren GlĂ€tteunfĂ€llen. In Baden-WĂŒrttemberg gebe es in den höheren Lagen im Schwarzwald schneebedeckte Fahrbahnen und die eine oder andere Sperrung wegen quer stehender Lastwagen, sagte ein Sprecher im Lagezentrum. Gravierendes sei aber nicht zu vermelden. Auch in ThĂŒringen sei die Lage trotz der Witterung noch relativ entspannt, sagte ein Sprecher des dortigen Lagezentrums. Er gehe aber davon aus, dass sich die Situation in den nĂ€chsten 24 Stunden durch weiteren Schneefall verschĂ€rfen werde.

Eine Meteorologin vom DWD sagte am Dienstagmorgen: "Der Winter ist da". Ein Tief sorge vom Westen in den Osten bis in den SĂŒden fĂŒr Schneefall in weiten Teilen des Landes. "Die kommenden Tage sind kalt und am Tag sind maximal leichte Plusgrade zu erwarten. Die NĂ€chte sind frostig und immer wieder sind SchneefĂ€lle, Schneeregen und ĂŒberfrierende NĂ€sse zu erwarten", sagte die Meteorologin. "Schnee und die GlĂ€tte bleiben."

@ dpa.de