NobelpreistrÀger, Garantie

NobelpreistrĂ€ger: Es gibt keine Garantie fĂŒr Wohlstand

20.10.2024 - 09:41:33

Der WirtschaftsnobelpreistrÀger Simon Johnson warnt Regierungen westlicher Industriestaaten vor den Konsequenzen falscher Wirtschaftspolitik.

"Es gibt keine Garantie fĂŒr Wohlstand, keine Garantie fĂŒr StabilitĂ€t. Die Welt ist ein schwieriger und gefĂ€hrlicher Ort und wird es auch immer sein", sagte Johnson im GesprĂ€ch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn sie es nicht schaffen, dass die meisten Leute in ihrem Land wirtschaftlich gut da stehen, wird das Konsequenzen haben - und die werden schlecht sein."

Johnson, der am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA forscht und in Washington D.C. lebt, wurde gemeinsam mit den Ökonomen Daron Acemoglu und James A. Robinson vor wenigen Tagen fĂŒr ihre Forschung zum WohlstandsgefĂ€lle zwischen Nationen ausgezeichnet. Eine wichtige Rolle dabei spielt demnach, wie gesellschaftliche Institutionen gestaltet sind und ob sie der Gesellschaft nĂŒtzen oder diese ausbeuten.

Trump-Sieg wĂ€re "schrecklich fĂŒr die Institutionen in den USA"

Regierungen sollten dafĂŒr sorgen, dass gute Jobs mit höheren Löhnen entstĂŒnden, meint Johnson. "Man muss diese bewahren, sie vorantreiben und dabei niemals aufgeben."

Auf einen möglichen Sieg von Ex-PrĂ€sident Donald Trump bei der PrĂ€sidentschaftswahl in seiner Wahlheimat betrachtet der ursprĂŒnglich aus Großbritannien stammende Johnson mit Sorge. "Ich denke, das wĂ€re in vielerlei Hinsicht sehr schlecht fĂŒr die Welt und schrecklich fĂŒr die Institutionen in den USA und anderswo", so der Ökonom. "Wenn Donald Trump gewinnt, gibt es eine Menge zu tun, um die Institutionen vor ihm zu retten." Dies könne jedoch auch der Fall sein, wenn Trump verliere, dies jedoch nicht akzeptiere.

@ dpa.de