Mieten, Deutschland

Ifo: SchÀrfere Mietpreisbremse verschÀrft Wohnungsnot

26.02.2026 - 11:06:48 | dpa.de

Der Wohnungsbau in Deutschland liegt am Boden. Denn die Kosten sind so hoch, dass sich der Bau fĂŒr Vermieter vielerorts nicht lohnt. Ein fĂŒhrender Ökonom hĂ€lt nichts von der Mietpreisbremse.

In MĂŒnchen und anderen GroßstĂ€dten formiert sich mittlerweile Widerstand gegen die stetig steigenden Mieten. Anders als Ifo-PrĂ€sident Fuest fordern die Demonstranten jedoch eine VerschĂ€rfung der Mietpreisbremse. (Archivbild) - Foto: Lennart Preiss/dpa
In MĂŒnchen und anderen GroßstĂ€dten formiert sich mittlerweile Widerstand gegen die stetig steigenden Mieten. Anders als Ifo-PrĂ€sident Fuest fordern die Demonstranten jedoch eine VerschĂ€rfung der Mietpreisbremse. (Archivbild) - Foto: Lennart Preiss/dpa

Eine schĂ€rfere Mietpreisbremse wĂŒrde nach EinschĂ€tzung eines der fĂŒhrenden deutschen Ökonomen nur zu grĂ¶ĂŸerer Wohnungsnot fĂŒhren. Leidtragende wĂ€ren vor allem junge Menschen und Arbeitssuchende, prophezeite Clemens Fuest, der Chef des MĂŒnchner Ifo-Instituts. «Solche Eingriffe entlasten den Wohnungsmarkt nicht, sie verschlimmern die Knappheit und verringern die ArbeitsmobilitĂ€t.»

Fuest reagierte damit auf die Forderungen von Justizministerin Stephanie Hubig (SPD), die Mietpreisbremse zu verschÀrfen. Fuest und seine Kollegen am Ifo-Institut hingegen argumentieren, dass die Deckelung der Mieten sowohl den Wohnungsbau bremst als auch den Wohnungsmarkt insgesamt einfrieren lÀsst, weil Mieter aus Furcht vor höheren Mieten bei einem Wohnungswechsel kaum noch umziehen.

Hohe Neubaumieten großes Hindernis bei Wohnungssuche

Nach Berechnungen der MĂŒnchner Wirtschaftswissenschaftler sind die Mieten fĂŒr neue Wohnungen mittlerweile im Schnitt 30 Prozent höher als die Bestandsmieten, in begehrten GroßstĂ€dten sogar bis zu knapp 50 Prozent. Ein Effekt ist nach Fuests EinschĂ€tzung, dass viele Menschen in fĂŒr sie zu großen Wohnungen bleiben, weil der Umzug in eine kleinere Bleibe dennoch mit einer noch höheren Miete verbunden wĂ€re.

Fuest plĂ€dierte stattdessen dafĂŒr, den Wohnungsbau anzukurbeln: «Wichtig wĂ€ren Maßnahmen, die den Wohnungsbau fördern und die Nutzung des Bestands verbessern.»

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
wirtschaft | 68614094 |