Expertin, Trumps

Expertin: Trumps Wirtschaftspolitik verunsichert die MĂ€rkte

13.03.2025 - 06:09:06

Der Zickzackkurs von US-PrÀsident Donald Trump in der Handelspolitik und seine Drohungen gegen Wirtschaftspartner verunsichern nach Ansicht einer Expertin die MÀrkte im eigenen Land.

Mit Trump und seiner Regierung sei die Unsicherheit in der Wirtschaftspolitik zurĂŒckgekehrt, sagte Laura von Daniels von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin der Deutschen Presse-Agentur.

"Er fĂŒhrt Zölle ein und will keine Ausnahmen zulassen", sagte von Daniels. "Das ist wahrscheinlich nicht sein letztes Wort, aber es geht hin und her. Das fĂŒhrt zu Verunsicherungen, und wenn MĂ€rkte eins hassen, dann ist es Unsicherheit." Auch viele von Trumps WĂ€hlern wĂŒrden von seiner Wirtschaftspolitik getroffen.

Trump hatte unlĂ€ngst Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte in Kraft gesetzt, wichtige Handelspartner wie die EU und Kanada reagierten mit Gegenzöllen. Auch China hat Zölle auf einige US-Produkte erhöht. An den US-Börsen gaben die Kurse teilweise deutlich nach. Manche Ökonomen warnen bereits vor einer "Trump-Rezession" in der grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft der Erde.

"In den USA droht eine Stagflation"

"Die Inflation kratzt jetzt erneut an der sensiblen Drei-Prozent-Marke, und es sieht im Moment eher so aus, dass sie weiter steigen wird", sagte von Daniels. "Und wenn man das zusammen nimmt, Inflation und eine stagnierende Wirtschaftsleistung, dann landet man im Szenario einer Stagflation", sagte die Leiterin der SWP-Forschungsgruppe Amerika. "Dann gehen natĂŒrlich an den FinanzmĂ€rkten auch wieder die Alarmglocken an. So eine Situation wĂ€re extrem negativ."

Zudem wirke Trumps innenpolitische Agenda destabilisierend. "Wenn es zu Massenentlassungen im Staatsapparat kommt, wenn nicht gesichert ist, ob sich der US-PrĂ€sident an geltendes Recht und an die Verfassung hĂ€lt, dann ist das auch fĂŒr Marktteilnehmer eine negative Botschaft", sagte von Daniels. "Trumps Position ist hier eigentlich widersprĂŒchlich, er schadet im Grunde sich selbst, schadet den eigenen Unternehmen, denn die wollen gerne produzieren und nach Europa liefern."

Trump sei es offensichtlich in seiner zweiten Amtszeit egal, wie die MĂ€rkte auf seine Politik reagieren, sagte von Daniels. Ihm gehe es um eine Machtdemonstration. Allerdings mĂŒsse er eine Balance halten und dafĂŒr sorgen, dass große Unternehmen wie die Tech-Konzerne, die ihn im Wahlkampf unterstĂŒtzt hatten, bei Laune bleiben. "Solange er das tut, funktioniert das fĂŒr ihn mit der UnterstĂŒtzung", sagte die Wirtschaftsexpertin.

@ dpa.de