Zahl, Auszubildenden

Zahl der Auszubildenden zur Bestattungsfachkraft steigt

01.11.2024 - 10:36:13

Der zunehmende Anteil Àlterer Menschen hat auch Auswirkungen auf Bestattungsbranche. Wie steht es um die Zahlen bei Auszubildenden und BeschÀftigten?

Der Alterungseffekt der Bevölkerung macht sich auch im Bestattungswesen bemerkbar. So hat die Zahl der Auszubildenden zur Bestattungsfachkraft im vergangenen Jahr einen Rekord erreicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden befanden sich 860 Menschen in der dualen Ausbildung. Das ist mehr als doppelt so viel wie zehn Jahre zuvor (2013: 390). Der Frauenanteil lag zuletzt bei 57 Prozent. 

Zugleich verzeichnete das Bestattungshandwerk höhere BeschÀftigtenzahlen. 2022 wurden laut den Daten rund 25.700 BeschÀftigte gezÀhlt - 2,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

2023 gab es 15 Prozent mehr TodesfÀlle als zehn Jahre zuvor

Angesichts des zunehmenden Anteils Ă€lterer Menschen in der Gesellschaft nahm ĂŒber die Jahre auch die Zahl der TodesfĂ€lle zu. 2023 starben der Statistik zufolge hierzulande rund eine Million Menschen – das waren 15 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor.

Gestiegen sind auch die Kosten fĂŒr Bestattungen. Die Preise fĂŒr SĂ€rge, Urnen, Grabsteine und andere BegrĂ€bnisartikel haben den Angaben zufolge im vergangenen Jahr gegenĂŒber dem Vorjahr um 5,8 Prozent zugenommen. Bei Bestattungsleistungen und FriedhofsgebĂŒhren gab es einen Anstieg um 5,4 Prozent. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 5,9 Prozent.

«In Deutschland gibt es Bestattungsgesetze, die unter anderem auch die Bestattungspflicht und den Friedhofszwang vorschreiben», teilte das Amt mit. Ausnahmen von Beerdigungen auf Friedhöfen seien lediglich Seebestattungen sowie Naturbestattungen im Wald. 

Staat ĂŒbernimmt immer seltener Kosten fĂŒr Bestattungen

Doch nicht immer sind Hinterbliebene in der Lage, Kosten fĂŒr Beisetzungen zu tragen. Nach Angaben der Statistiker ĂŒbernimmt der Staat aber immer seltener Kosten fĂŒr Bestattungen. So ĂŒbernahmen die SozialhilfetrĂ€ger im vergangenen Jahr 51,1 Millionen Euro brutto fĂŒr sogenannte Sozialbestattungen. Das sind 15,7 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor.

@ dpa.de