Deutsche Bank, Quartalszahlen

Deutsche Bank erzielt 2,6 Milliarden Euro Vorsteuergewinn

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 10:17 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Deutsche Bank steigert ihren Vorsteuergewinn im Sommerquartal um acht Prozent. Die Investmentbank bleibt der wichtigste Gewinnbringer, während Konzernchef Christian Sewing für Anfang 2027 neue Ziele ankündigt.

Geschäftszahlen nach neun Monaten

  • Die Deutsche Bank erzielte im dritten Quartal 2026 einen Vorsteuergewinn von gut 2,6 Milliarden Euro.
  • Auf die Aktionäre entfielen im Zeitraum Juli bis September knapp 1,6 Milliarden Euro Gewinn.
  • Nach neun Monaten standen rund 8,4 Milliarden Euro vor Steuern und gut 5,1 Milliarden Euro für die Aktionäre zu Buche.
  • Christian Sewing hatte die Führung des Geldhauses nach etlichen Krisenjahren im April 2018 übernommen. (Archivbild) - Bild: Florian Wiegand/dpa
  • Deutsche Bank: Auch die Zwischenbilanz für das dritte Quartal fällt positiv aus. (Archivbild) - Bild: Lando Hass/dpa
  • Deutschlands größtes Geldhaus will hoch hinaus. (Archivbild) - Bild: Andreas Arnold/dpa
Christian Sewing hatte die Führung des Geldhauses nach etlichen Krisenjahren im April 2018 übernommen. (Archivbild) - Bild: Florian Wiegand/dpa Deutsche Bank: Auch die Zwischenbilanz für das dritte Quartal fällt positiv aus. (Archivbild) - Bild: Lando Hass/dpa Deutschlands größtes Geldhaus will hoch hinaus. (Archivbild) - Bild: Andreas Arnold/dpa

Deutsche Bank steigert Gewinn im Sommerquartal

Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal 2026 ihren Vorsteuergewinn um acht Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro gesteigert. Nach Steuern verdiente Deutschlands größtes Geldhaus rund 1,9 Milliarden Euro, auf die Aktionäre entfielen knapp 1,6 Milliarden Euro.

Erträge sollen 33 Milliarden Euro übertreffen

Konzernchef Christian Sewing sprach vom dritten Rekordgewinn in Folge und sieht die Bank auf Kurs, ihre Ziele für 2026 zu erreichen. Die Erträge sollen im Gesamtjahr den Wert von rund 33 Milliarden Euro übertreffen.

Bank plant neue Ziele für 2027

Sewing kündigte an, die neuen Ziele der Deutschen Bank im Januar bei der Vorlage der Jahresergebnisse zu erläutern. Zugleich bekräftigte er das Ziel, 2028 eine Eigenkapitalrendite von mehr als 13 Prozent zu erreichen; im dritten Quartal lag sie bei 10,6 Prozent.

Investmentbank führt Ergebnis an

Den größten Beitrag zum Quartalsgewinn leistete erneut die Investmentbank. Sie erzielte vor Steuern knapp 1,1 Milliarden Euro und damit zwölf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

DWS sammelt 30,9 Milliarden Euro ein

Auch die Fondstochter DWS entwickelte sich stark. Von Juli bis September flossen ihr 30,9 Milliarden Euro frisches Anlegergeld zu; der Überschuss stieg um fünf Prozent auf 230 Millionen Euro.

Jahresrekord rückt näher

Im Gesamtjahr 2025 hatte die Deutsche Bank mit gut 9,7 Milliarden Euro vor Steuern ihr bislang höchstes Ergebnis erzielt. Nach den ersten neun Monaten 2026 stehen nun rund 8,4 Milliarden Euro vor Steuern und gut 5,1 Milliarden Euro Gewinn für die Aktionäre in der Bilanz.

Die Deutsche Bank knüpft mit dem dritten Rekordgewinn in Folge an die Erholung an, die das Institut nach Jahren mit Rechtsstreitigkeiten, hohen Rückstellungen und wechselnden Strategien eingeleitet hatte. Entscheidend für die aktuelle Ertragsstärke ist weiterhin das Kapitalmarktgeschäft: Investmentbanking profitiert von Aktivitäten an den Wertpapier- und Devisenmärkten sowie von der Begleitung von Börsengängen.

Der Quartalsgewinn fällt in eine Phase, in der große Banken ihre Erträge stärker über provisions- und handelsabhängige Geschäfte stabilisieren. Das klassische Zinsgeschäft bleibt zwar ein wichtiger Bestandteil des Bankmodells, seine Dynamik hängt jedoch stärker von Zinsniveau, Kreditnachfrage und Einlagenentwicklung ab. Die Deutsche Bank erzielt deshalb aus der Mischung ihrer Geschäftsbereiche einen wesentlichen Teil ihrer Widerstandskraft.

Kapitalrendite bleibt zentrale Messgröße

Für die Anleger ist neben dem absoluten Gewinn vor allem die Eigenkapitalrendite relevant. Mit 10,6 Prozent im dritten Quartal liegt sie noch unter dem für 2028 formulierten Ziel von mehr als 13 Prozent; zugleich signalisiert die Bank, diese Marke übertreffen zu wollen. Ob das gelingt, hängt unter anderem von der Entwicklung an den Kapitalmärkten, den Kosten und möglichen Belastungen durch Kreditausfälle ab.

Die angekündigten neuen Ziele für Anfang 2027 werden daher zeigen, wie die Bank ihren Wachstumskurs konkret fortsetzen will. Für Kundinnen und Kunden sind die Ergebnisse vor allem indirekt relevant: Eine höhere Profitabilität stärkt die finanzielle Basis des Instituts, während die Konditionen für Kredite, Einlagen und Wertpapiergeschäfte weiterhin vom Marktumfeld und der jeweiligen Produktstrategie abhängen.

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