Deutsche Bank, Quartalszahlen

Deutsche Bank steigert Quartalsgewinn auf 2,6 Milliarden Euro

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 07:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Deutsche Bank übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen und steigert den Vorsteuergewinn um acht Prozent. Das Institut hebt zugleich sein Ertragsziel für 2026 an.

Gewinnbeitrag der Investmentbank steigt

  • Die Deutsche Bank erzielte im dritten Quartal vor Steuern gut 2,6 Milliarden Euro.
  • In Frankfurt meldete das Institut nach Steuern rund 1,9 Milliarden Euro Gewinn.
  • Die Investmentbank steuerte knapp 1,1 Milliarden Euro vor Steuern bei.
  • Deutsche Bank: Auch die Zwischenbilanz für das dritte Quartal fällt positiv aus. (Archivbild) - Bild: Andreas Arnold/dpa
  • Christian Sewing hatte die Führung des Geldhauses nach etlichen Krisenjahren im April 2018 übernommen. (Archivbild) - Bild: Florian Wiegand/dpa
Deutsche Bank: Auch die Zwischenbilanz für das dritte Quartal fällt positiv aus. (Archivbild) - Bild: Andreas Arnold/dpa Christian Sewing hatte die Führung des Geldhauses nach etlichen Krisenjahren im April 2018 übernommen. (Archivbild) - Bild: Florian Wiegand/dpa

Deutsche Bank steigert Quartalsgewinn deutlich

Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal ihren Vorsteuergewinn binnen Jahresfrist um acht Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro gesteigert. Nach Steuern verdiente Deutschlands größtes Geldhaus rund 1,9 Milliarden Euro, wie es in Frankfurt mitteilte.

Aktionäre erhalten knapp 1,6 Milliarden Euro

Auf die Aktionäre entfielen knapp 1,6 Milliarden Euro Gewinn. Damit lag der Anteil nur etwas unter dem bisherigen Rekordwert von 2007.

Konzernchef Christian Sewing sprach vom dritten Rekordgewinn in Folge. Die Bank sehe sich auf einem guten Weg, ihre Ziele für 2026 zu erreichen.

Ertragsziel für 2026 steigt

Die gesamten Erträge sollen im Gesamtjahr 2026 nun den Wert von rund 33 Milliarden Euro übertreffen. Zugleich bekräftigte Sewing das Ziel, 2028 eine Eigenkapitalrendite von mehr als 13 Prozent zu erreichen.

Im dritten Quartal lag diese Rendite bei 10,6 Prozent. Die Kennzahl beschreibt, wie effizient ein Institut sein Eigenkapital zur Erwirtschaftung von Gewinnen einsetzt.

Investmentbank liefert den größten Beitrag

Den größten Gewinnbeitrag steuerte erneut die Investmentbank bei. Sie erzielte im Zeitraum von Juli bis September vor Steuern knapp 1,1 Milliarden Euro und damit zwölf Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Bereits im Frühjahr hatten vor allem Geschäfte mit Wertpapieren und Währungen sowie die Begleitung von Börsengängen die Erträge gestützt.

Bank nähert sich Jahresrekord

Im Gesamtjahr 2025 hatte die Deutsche Bank einen Vorsteuergewinn von gut 9,7 Milliarden Euro erzielt. Nach Steuern blieben 6,1 Milliarden Euro.

Nach den ersten neun Monaten 2026 steht nun ein Vorsteuergewinn von rund 8,4 Milliarden Euro zu Buche. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn beläuft sich in diesem Zeitraum auf gut 5,1 Milliarden Euro.

Das dritte Quartal 2026 bestätigt die Ertragsstärke der Deutschen Bank nach dem bereits erfolgreichen Vorjahr. Besonders wichtig ist dabei die Investmentbank, die mit Geschäften an den Kapitalmärkten, im Wertpapierhandel und bei Börsengängen erneut den größten Beitrag liefert.

Die Zahlen fallen zudem in eine Phase, in der Banken ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber wechselnden Zinsen, schwankenden Kapitalmärkten und veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter Beweis stellen müssen. Für die Deutsche Bank zählt deshalb nicht allein der Quartalsgewinn, sondern auch, ob die Erträge über mehrere Geschäftsfelder hinweg stabil bleiben.

Erträge und Rendite im Fokus

Mit rund 8,4 Milliarden Euro Vorsteuergewinn nach neun Monaten liegt das Institut auf Kurs zu einem weiteren starken Gesamtjahr. Entscheidend für die Erreichung der Ziele wird sein, ob die Investmentbank ihr hohes Niveau halten kann und zugleich die übrigen Geschäftsbereiche ausreichend beitragen.

Für Anleger sind außerdem die Eigenkapitalrendite und die Ausschüttungsfähigkeit zentrale Kennzahlen. Die im Quartal erreichten 10,6 Prozent liegen noch unter dem Ziel von mehr als 13 Prozent für 2028, während der Ausblick auf Erträge von mehr als 33 Milliarden Euro im Gesamtjahr die Ambitionen des Managements unterstreicht.

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