Deutschland, International

FlughÀfen erwarten mehr Passagiere im neuen Jahr

05.01.2026 - 10:54:28 | dpa.de

Deutsche FlughĂ€fen rechnen auch im neuen Jahr mit mehr Passagieren. FĂŒr 2025 berichtet die Flugsicherung von verbesserter PĂŒnktlichkeit und mehr gesichteten Drohnen.

Startbereit gemacht: An den deutschen FlughÀfen soll der Verkehr im laufenden Jahr wachsen.  - Foto: Boris Roessler/dpa
Startbereit gemacht: An den deutschen FlughÀfen soll der Verkehr im laufenden Jahr wachsen. - Foto: Boris Roessler/dpa

Die deutschen FlughĂ€fen erwarten fĂŒr das gerade begonnene Jahr ein deutliches Passagierwachstum. Die Zahlen könnten nach den Berechnungen des Branchenverbands ADV um 4,2 Prozent auf 225 Millionen FluggĂ€ste steigen. Das entsprĂ€che knapp dem global erwarteten Passagierwachstum von 4,4 Prozent. 

Laut ADV sind vor allem FlĂŒge zu europĂ€ischen Zielen gefragt, bei denen es einen Zuwachs von 5,2 Prozent geben werde. Darauf deuteten jĂŒngste AnkĂŒndigungen von Reiseveranstaltern und Anbietern hin. Auf der Langstrecke erwartet man 3,1 Prozent Zuwachs, wĂ€hrend auf den schwachen innerdeutschen Strecken nur 2,9 Prozent mehr GĂ€ste an Bord gehen sollten. 

Flugsicherung: FlĂŒge pĂŒnktlicher

FĂŒr das gerade beendete Jahr 2025 berichtet die Deutsche Flugsicherung (DFS) von einem Anstieg der zivilen Flugbewegungen um 3,5 Prozent auf 3,071 Millionen. Der stĂ€rkste Einzeltag war demnach der 18. Juli 2025 mit 10.220 kontrollierten Flugbewegungen im deutschen Luftraum. 

Die Zahl der VerspĂ€tungen sei stark gesenkt worden. Pro Flug sei die Flugsicherung nur noch fĂŒr 30 Sekunden VerspĂ€tung verantwortlich, nach 50 Sekunden im Jahr zuvor. Zunehmende GefĂ€hrdungen gingen von Drohnen aus, die 2025 in der Rekordzahl von 225 FĂ€llen den Flugbetrieb meist in der NĂ€he von FlughĂ€fen gefĂ€hrdet haben. 

ADV will weitere Entlastungen

Auch mit dem fĂŒr 2026 erwarteten Zuwachs bleibt die deutsche Passagierzahl unter dem Niveau vor der Corona-Krise. Die Erholungsquote beziffert der Verband auf 91 Prozent. 

ADV-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Ralph Beisel fordert zusĂ€tzlich zur geplanten Absenkung der Ticketsteuer ab dem Sommer weitere UnterstĂŒtzung der Politik: «Der Luftverkehrsstandort Deutschland wĂ€chst, bleibt aber strukturell im Nachteil. Es bedarf weiterer Entlastungen bei Steuern und GebĂŒhren, damit Airlines an den deutschen FlughĂ€fen wieder neue Strecken aufnehmen.»

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