Deutsche Unternehmen machen MilliardenumsÀtze in Russland
04.07.2023 - 06:22:16 | dts-nachrichtenagentur.deDas geht aus unveröffentlichten neuen Daten der Kiew School of Economics hervor, die diese fĂŒr die Nichtregierungsorganisation B4Ukraine zusammengestellt hat und ĂŒber welche die FAZ (Dienstagsausgabe) berichtet. Von einst 371 deutschen Betrieben sind demnach 262 (69 Prozent) noch im Land.
Sie hĂ€tten im vorigen Jahr 402 Millionen Dollar Gewinnsteuer entrichtet. Ihr Umsatz betrĂ€gt demnach 23,2 Milliarden Dollar. Das entspreche zwei Dritteln der Gewinnsteuern, die EU-Betriebe 2022 an den russischen Finanzminister ĂŒberwiesen hĂ€tten, heiĂt es in der Auswertung. Einige deutsche Unternehmen wĂŒrden ihre GeschĂ€fte trotz des Angriffskrieges noch ausweiten. Es handelt sich um legale GeschĂ€fte, die nicht von Sanktionen betroffen sind. Höhere Gewinnsteuern entrichten demnach in Russland nur US-Unternehmen. Insgesamt wĂŒrden vier von fĂŒnf der ursprĂŒnglich 1.387 westlichen Unternehmen, die vor dem Ăberfall Russlands auf die Ukraine in dem Land tĂ€tig waren, weiterhin GeschĂ€fte in Russland betreiben. Der Auswertung zufolge haben westliche Unternehmen im vorigen Jahr 3,5 Milliarden Dollar Gewinnsteuern an den russischen Staat gezahlt. Damit, so die Autoren der Studie, wĂŒrden sie "zur Finanzierung der Kriegsanstrengungen des Kremls beigetragen". Firmenvertreter erklĂ€rten, sie hielten alle Sanktionen ein. Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft teilte der FAZ mit, viele Betriebe seien auf dem RĂŒckzug. Andere seien "vertraglich gebunden und können nicht von heute auf morgen den Markt verlassen", sagte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Michael Harms.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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