Bauern, Gefahr

Bauern sehen Gefahr fĂŒr erneuten Ausbruch von Tierseuche

16.04.2025 - 05:00:41

Deutschland gilt nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg wieder als seuchenfrei. FĂ€lle in Ungarn und der Slowakei sorgen fĂŒr Unsicherheit - auch bei den Landwirten in Deutschland.

Der Deutsche Bauernverband sieht Risiken fĂŒr einen möglichen erneuten Ausbruch der Maul- und Klauenseuche. «Die Gefahr einer Wiedereinschleppung der Seuche ist durch die aufgetretenen FĂ€lle in Ungarn und der Slowakei gestiegen», sagte GeneralsekretĂ€r Bernhard KrĂŒsken der Deutschen Presse-Agentur. Das mĂŒsse aufmerksam beobachtet werden. Er riet zu Vorsicht: «Insbesondere durch Reiseverkehr, Lebensmittel- und Tiertransporte kann es bei NachlĂ€ssigkeit zu einem erneuten Ausbruch kommen.»

Deutschland gilt rund drei Monate nach dem Ausbruch der Seuche in Brandenburg wieder als frei von der fĂŒr Tiere hoch ansteckenden Viruserkrankung. Sie wurde im Januar in einer BĂŒffel-Herde in Hönow im Landkreis MĂ€rkisch-Oderland in Brandenburg entdeckt. Zahlreiche Tiere wurden gekeult, es kam zu Millionen-SchĂ€den fĂŒr Betriebe. Die Weltorganisation fĂŒr Tiergesundheit hob nach Untersuchungen und Sicherheitsmaßnahmen alle BeschrĂ€nkungen auf, auch eine Sperrzone.

Neue FĂ€lle in Ungarn und der Slowakei

Im MĂ€rz wurde nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums in einem Rinderbetrieb im Nordwesten Ungarns die Maul- und Klauenseuche nachgewiesen. Seitdem seien im Umkreis weitere FĂ€lle in Ungarn sowie in der angrenzenden Slowakei gemeldet worden. Der geschĂ€ftsfĂŒhrende deutsche Agrarminister Cem Özdemir (GrĂŒne) hatte an Reisende appelliert, keine Produkte aus betroffenen Gebieten mitzubringen.

Der Bauernverband sieht auch eine Verantwortung der Verbraucherinnen und Verbraucher: «Jeder kann etwas tun, indem zum Beispiel Essensreste nur in geschlossenen AbfallbehĂ€ltern entsorgt werden», sagte GeneralsekretĂ€r KrĂŒsken. Außerdem hĂ€lt der Verband die Einhaltung der bestehenden Sicherheitsmaßnahmen auf den Höfen fĂŒr wichtig. Dazu zĂ€hlen ZutrittsbeschrĂ€nkungen, Reinigung und Desinfektion.

@ dpa.de