EU, Gesellschaft

Deutschland hat Àlteste Arbeitsbevölkerung in der EU

03.02.2026 - 08:22:42

Deutschland hat die Àlteste Arbeitsbevölkerung in der EuropÀischen Union.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag auf Basis von Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte, waren hierzulande im Jahr 2024 von den rund 40,9 Millionen ErwerbstĂ€tigen zwischen 15 und 64 Jahren gut 9,8 Millionen zwischen 55 und 64 Jahre alt. Das entsprach einem Anteil von knapp einem Viertel (24,0 Prozent) - der höchste Wert aller EU-Staaten. EU-weit machten Ă€ltere ErwerbstĂ€tige rund ein FĂŒnftel (20,1 Prozent) der ErwerbstĂ€tigen aus.

Den nach Deutschland zweithöchsten Anteil Àlterer ErwerbstÀtiger in der EU hatte im Jahr 2024 Italien: Hier stellten die 55- bis 64-JÀhrigen 23,0 Prozent der ErwerbstÀtigen. In Bulgarien lag der Anteil mit 22,3 Prozent ebenfalls vergleichsweise hoch. Anteilig die wenigsten Àlteren ErwerbstÀtigen in der EU gab es in Malta: Nur rund jede oder jeder neunte ErwerbstÀtige des Inselstaates (10,8 Prozent) war zwischen 55 und 64 Jahre alt. Auch in Luxemburg (12,8 Prozent) und Polen (15,2 Prozent) machte diese Altersgruppe einen vergleichsweise geringen Anteil an den ErwerbstÀtigen aus.

Ein zentraler Grund fĂŒr den hohen Anteil Ă€lterer ErwerbstĂ€tiger in Deutschland ist die zunehmende Alterung der Bevölkerung. DarĂŒber hinaus gehen die Menschen hierzulande immer spĂ€ter in Rente. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter lag im Jahr 2024 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung bei Altersrenten fĂŒr Frauen und MĂ€nner bei 64,7 Jahren. 2004 hatte es fĂŒr Frauen bei 63,0 Jahren und fĂŒr MĂ€nner bei 63,1 Jahren gelegen. Ein Grund fĂŒr den Anstieg ist die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre bis zum Jahr 2029. Auch das Auslaufen von zwei Modellen einer vorgezogenen Altersrente, die teilweise schon mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden konnten, spielt eine Rolle.

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