ROUNDUP, Deutschland

Deutschland fĂ€llt bei Innovationskraft zurĂŒck

26.09.2024 - 12:24:30 | dpa.de

Deutschland hat im Innovationsindex der UN-Organisation fĂŒr geistiges Eigentum (Wipo) einen Platz eingebĂŒĂŸt.

Die Bundesrepublik liegt nun auf Platz 9 unter den innovativsten Volkswirtschaften der Welt. SĂŒdkorea hat Deutschland 2023 ĂŒberholt. Dazu fĂŒhrten neben hohen Ausgaben fĂŒr Forschung und Entwicklung auch Kultur-Innovationen wie der Exportschlager koreanische Pop-Musik (K-Pop), sagte Wipo-Generaldirektor Daren Tang.

Schweiz Spitzenreiter

Auf den ersten PlĂ€tzen liegen wie im Jahr davor die Schweiz, Schweden und die USA. Besser als Deutschland wurden auch Singapur, Großbritannien, SĂŒdkorea, Finnland und die Niederlande bewertet. China legte einen Platz auf Rang 11 zu.

FĂŒr den Index werden 78 Kriterien berĂŒcksichtigt. Dazu gehören das Unternehmensumfeld, Bildung und Forschung, Investitionen und KreativitĂ€t etwa bei Industriedesign.

Deutschlands StÀrken und SchwÀchen

Besonders gut schnitt Deutschland bei Forschungsinvestitionen oder Patenten ab. Besonders schlecht bewertet wurde es dagegen beim Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt oder beim Einsatz von Informationstechnologie.

Weltweit haben sich die FrĂŒhindikatoren fĂŒr kĂŒnftige InnovationstĂ€tigkeiten deutlich abgeschwĂ€cht, schreiben die Autoren. So verlangsamte sich das Wachstum von Ausgaben fĂŒr Forschung und Entwicklung. Auch wurden 2023 erstmals seit 2009 weniger internationale Patente angemeldet als im Vorjahr.

Einbruch bei Risikokapital

Risikokapital-Investitionen gingen nach dem Boom 2020/21 im Jahr 2022 um 36 Prozent und 2023 um weitere 39 Prozent zurĂŒck. Die Autoren fĂŒhren dies unter anderem auf gestiegene Zinsen zurĂŒck. In der Pandemiezeit 2020/21 hĂ€tten dagegen viele Unternehmen ihre Wachstumsstrategien ĂŒberdacht und viele LĂ€nder hĂ€tten in die Digitalisierung investiert.

"KreativitÀt ist auf jeder Ebene - von der lokalen bis zur globalen Ebene - und in allen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Bereichen gefragt, um die Globalisierung neu zu erfinden und Nachhaltigkeit, Gleichstellung und Wohlstand miteinander zu vereinbaren", zitierte Wipo einen der Herausgeber, Bruno Lanvin.

Noch bescheinige die Studie Deutschland ein starkes und sehr effektives Innovationssystem, sagt die PrĂ€sidentin des deutschen Patent- und Markenamtes, Eva Schewior zum Index. Sie zeige aber auch, dass Deutschland Schwierigkeiten bei der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft habe. Verliere man hier den Anschluss, werde der gesellschaftliche Wohlstand deutlich sinken, warnte sie. Auch in den neuen Technologien habe Deutschland "unglaubliches Potenzial", betonte, Schewior. Es mĂŒsse aber viel stĂ€rker in Innovationen sowie Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden.

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