Deutschland und andere LĂ€nder fĂŒr ehrgeiziges EU-Klimaziel bis 2040
26.01.2024 - 13:49:23Das Ziel sollte mit dem langfristigen Temperaturziel von 1,5 Grad Celsius ĂŒbereinstimmen und den GrundsĂ€tzen des europĂ€ischen Klimagesetzes Rechnung tragen, heiĂt es in einem gemeinsamen Brief von insgesamt elf LĂ€ndern, der der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vorlag.
So sollten etwa die besten verfĂŒgbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse beachtet werden. Das Ziel mĂŒsse zudem unter anderem in Einklang mit der Kosteneffizienz, einer fairen und gerechten Klimawende sowie den Empfehlungen des EuropĂ€ischen Wissenschaftlichen Beirats zum Klimawandel stehen, hieĂ es weiter.
Anfang Februar will die EU-Kommission ihr Klimaziel fĂŒr 2040 vorstellen. Der Wissenschaftliche Beirat hatte sich zuletzt dafĂŒr ausgesprochen, die EU-Emissionen bis 2040 im Vergleich zu 1990 um 90 bis 95 Prozent zu verringern. Diese Reduktion sei entscheidend, um die Klimarisiken abzumildern.
ErklĂ€rtes Ziel der EU ist bislang, die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenĂŒber 1990 zu senken und bis 2050 klimaneutral zu werden. DafĂŒr sorgen soll vor allem das Gesetzespaket "Fit for 55" unter dem Dach des sogenannten Green Deal ("GrĂŒner Deal"). Die Strategie umfasst MaĂnahmen in verschiedenen Bereichen wie Energie, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft. Nachdem in den vergangenen Monaten ein GroĂteil der geplanten Klimagesetze bereits auf den Weg gebracht wurde, geht es nun hauptsĂ€chlich um die Umsetzung.
Das Ziel sollte auch sicherstellen, dass die EU bis spĂ€testens 2050 auf dem Weg zur KlimaneutralitĂ€t ist und danach negative Emissionen anstrebt, hieĂ es in dem Brief der LĂ€nder weiter. "Gleichzeitig mĂŒssen wir fĂŒr eine ordnungsgemĂ€Ăe Umsetzung des Legislativpakets "Fit for 55" sorgen." Das sei sowohl fĂŒr die GlaubwĂŒrdigkeit der EU auf internationaler Ebene als auch fĂŒr die Akzeptanz einer Erhöhung der Anstrengungen wichtig. "Wir können nur dann andere davon ĂŒberzeugen, sich zu engagieren, wenn wir zu Hause die Arbeit erledigen", hieĂ es.
In ihrem jĂŒngsten Bericht schrieben die Wissenschaftler des Beirats, fĂŒr das Erreichen der EU-Klimaziele mĂŒsse mehr getan werden. Zwar erkannten sie das Potenzial des Fit-for-55-Pakets an. ZusĂ€tzliche MaĂnahmen seien jedoch unerlĂ€sslich. Vor allem die EU-LĂ€nder sind den Wissenschaftlern zufolge nun in der Pflicht. Der Beirat fordere die nationalen Regierungen dringend auf, ihre nationalen Energie- und KlimaplĂ€ne zu verbessern und umzusetzen, hieĂ es.
FĂŒr Deutschland unterzeichnete Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) den Brief. AuĂerdem unterschrieben Regierungsvertreter aus Ăsterreich, Bulgarien, DĂ€nemark, Spanien, Finnland, Frankreich, Irland, Luxemburg, Portugal und den Niederlanden.

