Bund reicht PlĂ€ne fĂŒr EU-Milliarden zu spĂ€t ein
30.06.2025 - 17:55:56Das Bundesumweltministerium sieht allerdings kein unmittelbares Problem: "Die meisten Mitgliedstaaten werden, so wie wir, mehr Zeit brauchen", erklĂ€rte ein Sprecher. Eigentlich mĂŒssen die EU-Staaten bis heute einen sogenannten Klimasozialplan bei der EU-Kommission einreichen.
Klimasozialfonds soll Haushalte entlasten
Mit dem Klimasozialfonds ĂŒber insgesamt 86,7 Milliarden Euro sollen von 2026 bis 2032 höhere Kosten fĂŒr Verbraucher durch die Energiewende wie steigende Heizkosten abgefangen werden. Haushalte können so entlastet und Investitionen, etwa in effizientere GebĂ€ude und öffentliche Verkehrsmittel, finanziert werden. 65 Milliarden Euro sollen dabei durch Einnahmen aus dem EU-Emissionshandel gespeist werden. Der Rest wird durch die Mitgliedsstaaten kofinanziert.
"Vermutungen, Deutschland wĂŒrde durch die Verzögerung Mittel verlieren, entbehren jeder Grundlage", betonte das Umweltministerium. EU-Kommission und nationale Regierungen wĂŒrden absichern, dass der Klimasozialfonds rechtzeitig starten könne. Ziel sei es, den deutschen Plan noch in diesem Jahr vorzulegen. Entscheidend ist laut Ministerium nicht die Frist, sondern die erfolgreiche Umsetzung der Förderprogramme. Ăhnlich stellt es auch die EU-Kommission auf ihrer Website dar: Geld soll fĂŒr die Umsetzung der PlĂ€ne flieĂen.
EU-Kommission hĂ€lt sich zurĂŒck
Die Kommission Ă€uĂerte sich am Montag nicht zu den möglichen Folgen bei Verstreichen der Frist. "Wir wollen erst einmal den Ablauf der Frist abwarten und werden dann zu den Konsequenzen kommen", teilte eine Sprecherin der Kommission der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die klimapolitische Sprecherin der GrĂŒnen-Bundestagsfraktion, Lisa Badum, reagierte empört auf die verstrichene Frist. "Das ist ein Schlag ins Gesicht fĂŒr Verbraucherinnen und Verbraucher, die ohnehin mit steigenden Lebenskosten zu kĂ€mpfen haben."

