Bund: Intel-Ansiedlung mit fast 10 Milliarden Euro fördern
19.06.2023 - 13:38:36
Die Bundesregierung will nach dpa-Informationen eine Ansiedlung des US-Chipherstellers Intel in Sachsen-Anhalt mit 9,9 Milliarden Euro unterstĂŒtzen. Demnach investiert Intel einschlieĂlich staatlicher Hilfen damit mehr als 30 Milliarden Euro. Die Aufstockung der staatlichen Hilfen muss von der EU-Kommission allerdings noch genehmigt werden. Zuvor hatte das «Handelsblatt» ĂŒber die Einigung berichtet.
Im MĂ€rz 2022 hatte Intel bekanntgegeben, dass in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg ab 2027 Chips produziert werden sollen. In einer ersten Ausbaustufe sollen zwei Halbleiterwerke gebaut werden, mehrere Tausend ArbeitsplĂ€tze könnten entstehen. AuĂerdem ist ein High-Tech-Park fĂŒr die Ansiedlung von Zulieferern geplant.
UrsprĂŒnglich hatte Intel seine Investitionssumme fĂŒr Magdeburg mit mindestens 17 Milliarden Euro angegeben. Wegen steigender Bau- und Energiekosten wird es jedoch teurer. Zudem will das Unternehmen auf noch modernere Technologien bei der Chipproduktion setzen. Insgesamt verdoppele Intel seine Investitionen nahezu, hieĂ es aus Regierungskreisen. Die Förderung des Bundes steige von zunĂ€chst geplanten 6,8 auf 9,9 Milliarden Euro.
Vertreter der Bundesregierung und des Unternehmens wollten am Montag in Berlin eine Vereinbarung unterzeichnen. Zuvor wollte sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit Intel-Chef Pat Gelsinger treffen. Der Bund und der Chiphersteller hatten bis zuletzt intensiv ĂŒber die Höhe der staatlichen UnterstĂŒtzung verhandelt. Auf dem GelĂ€nde in Magdeburg laufen derweil bereits archĂ€ologische Untersuchungen und Vorarbeiten fĂŒr den Bau.

