Industrie, Wirtschaftskrise

DIW gegen neues Konjunkturprogramm

07.08.2023 - 01:05:12 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Ampelkoalition sollte nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) kein Konjunkturprogramm mit weiteren Subventionen und Steuersenkungen auflegen.

Baustelle am 13.07.2023 - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur
Baustelle am 13.07.2023 - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur

"Ein Konjunkturprogramm, das der mächtigen Unternehmenslobby lediglich weitere Milliarden schenkt, wäre kontraproduktiv, würde zu Mitnahmeeffekten führen und nichts an den wirtschaftlichen Problemen ändern", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). Deutschland habe kein konjunkturelles, sondern ein strukturelles Problem.

Fratzscher reagierte damit auf Forderungen von CDU und CSU nach Sofortprogrammen gegen die Wirtschaftsflaute. Wichtiger wäre laut Fratzscher "ein langfristig angelegtes Transformationsprogramm, mit einer Investitionsoffensive, einer breit angelegten Entbürokratisierung und einer Stärkung der Sozialsysteme". Dies sei Deutschlands einzige Chance, seinen Wohlstand und seine hohe Wettbewerbsfähigkeit auch langfristig sichern zu helfen. Dafür sollte die Bundesregierung zudem "ihre engstirnige Obsession mit der Schuldenbremse in diesen Krisenzeiten aufgeben". Die Gefahr einer Deindustrialisierung hält Fratzscher für "ein reales Risiko", die nicht überraschend komme. Diese liege jedoch nicht in vermeintlich hohen Energiepreisen, sondern "im Verschlafen der ökologischen, wirtschaftlichen und digitalen Transformation in den vergangenen 15 Jahren" begründet. "Dass deutsche Unternehmen im globalen Wettbewerb um neue Technologien und Marktanteile ins Hintertreffen geraten sind, liegt nicht im Krieg begründet, sondern in den zu geringen öffentlichen und privaten Investitionen in neue Technologien, Produkte und Prozesse."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
wirtschaft | 63887914 |

Weitere Meldungen

Kreml: Russlands Wirtschaft will für Ukraine-Krieg spenden Dem Kreml fällt die Finanzierung des Kriegs in der Ukraine zunehmend schwer. (Ausland, 27.03.2026 - 12:23) weiterlesen...

Bundesregierung fordert in Chemieagenda Sofortmaßnahmen bis 2027 Die neue Chemieagenda der Bundesregierung sieht mehrere kurzfristige "Sofortmaßnahmen" vor, die bis einschließlich 2027 umgesetzt werden sollen. (Politik, 26.03.2026 - 10:47) weiterlesen...

Für wie krisenanfällig Beschäftigte ihre Unternehmen halten Gewalt und gestörte Lieferketten, Cyberangriffe und Stromausfälle - auch Deutschlands Wirtschaft sieht sich zunehmend Krisen und Störfällen ausgesetzt. (Boerse, 25.03.2026 - 14:41) weiterlesen...

Ifo-Präsident warnt Koalition vor Anhebung des Spitzensteuersatzes Ifo-Chef Clemens Fuest hat die Koalitionsparteien vor einer Anhebung des Spitzensteuersatzes gewarnt."Wenn man den Spitzensteuersatz erhöht, nimmt man negative Effekte auf das Wirtschaftswachstum in Kauf, vor allem weil man damit Unternehmen belastet, die als Personengesellschaften organisiert sind", sagte Fuest der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). (Politik, 24.03.2026 - 10:59) weiterlesen...

Nutzung von Diensthandys nimmt zu In deutschen Unternehmen etabliert sich das Diensthandy zunehmend als Standard.Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom erhalten 56 Prozent der Beschäftigten, die mobil kommunizieren müssen, ein Diensthandy vom Arbeitgeber. (Sonstige, 23.03.2026 - 13:04) weiterlesen...