Proteste, HotelgÀste

Trotz der Proteste immer mehr HotelgÀste in Spanien

24.07.2024 - 18:46:36

Die AuswĂŒchse des Massentourismus lösen in Spanien immer mehr Ärger und immer mehr Proteste aus. Die Besucherzahlen steigen aber weiterhin rapide. Und das, obwohl die Hotelzimmer immer teurer werden.

  • Spanien hat im ersten Halbjahr einen rekord an HotelĂŒbernachtungen registriert - Foto: Clara Margais/dpa

    Clara Margais/dpa

  • Der Verdruss ĂŒber Massentourismus nimmt zu. (Foto Archiv) - Foto: Clara Margais/dpa

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Spanien hat im ersten Halbjahr einen rekord an HotelĂŒbernachtungen registriert - Foto: Clara Margais/dpaDer Verdruss ĂŒber Massentourismus nimmt zu. (Foto Archiv) - Foto: Clara Margais/dpa

Spanien hat im ersten Halbjahr 2024 trotz eines erneut starken Anstiegs der Zimmerpreise einen Rekord an HotelĂŒbernachtungen erzielt. Zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni sei die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent auf 160,6 Millionen gestiegen, teilte die Statistikbehörde INE mit. Dabei habe der durchschnittliche Zimmerpreis im Juni 2024 rund acht Prozent höher gelegen als im Vorjahresmonat. Pro belegtem Zimmer hĂ€tten die Hotels im Juni einen Umsatz von gut 122 Euro gemacht, hieß es.

Die Besucherzahlen waren in Spanien bereits seit sehr vielen Jahren rapide gestiegen, bevor die Corona-Pandemie fĂŒr eine Pause gesorgt hatte. Seit 2022 jagt aber wieder ein Rekord den nĂ€chsten. FĂŒr den neuen Übernachtungshöchstwert waren in erster Linie wieder die HotelgĂ€ste aus dem Ausland mit einem Anstieg um 11,2 Prozent verantwortlich. Die Zahl der Übernachtungen der inlĂ€ndischen Kunden nahm hingegen im ersten Halbjahr lediglich um 0,9 Prozent zu.

Erst jĂŒngst hatte die INE fĂŒr die ersten fĂŒnf Monate des Jahres einen Anstieg der auslĂ€ndischen Besucherzahlen um 13,6 Prozent auf die neue Höchstmarke von ĂŒber 33,2 Millionen gemeldet. Mit gut 4,4 Millionen lagen die Deutschen hinter den Briten (gut 6,3 Millionen) und fast gleichauf mit den Franzosen an dritter Stelle.

Das beliebte Urlaubsland war zuletzt wegen der immer hĂ€ufigeren Demonstrationen gegen Massentourismus in die Schlagzeilen geraten. Zuletzt gingen am Sonntag auf Mallorca Tausende auf die Straßen, um gegen die Exzesse zu protestieren. Einen Tag spĂ€ter versprach die Regionalregierung «mutige Maßnahmen» zur Lösung der verschiedenen Probleme, fĂŒr die der Massentourismus mitverantwortlich gemacht wird. Details wurden in Palma nicht genannt. Auch in anderen spanischen Urlaubshochburgen wie Barcelona, MĂĄlaga oder den Kanaren wird der Ärger immer grĂ¶ĂŸer. Vor allem die Wohnungsnot, aber auch Staus, LĂ€rm und Schmutz zerren an den Nerven der Einheimischen.

@ dpa.de